Monatsarchiv für Dezember 2006

Von Moorlandschaften und bizarren Felsen

Die Hochmoore Exmoor in Nord-Devon (700 km² Ausdehnung) und Dartmoor in Süd-Devon (900 km²) zählen zu den spektakulärsten Landschaftsbildern Englands und sind heute Naturschutzgebiete, die von der National Park Authority verwaltet werden. Die traditionell nicht nur zur Land- und Viehwirtschaft sondern auch als Jagdreviere genutzten Moore bieten dem Auge des Wanderers und Fahrradfahrers viel Abwechslung: Weite Strecken offenen Moorlands mit Heide-Bewuchs wechseln sich ab mit dichten Wäldern, stillen Seen, lebhaften Flüssen, idyllischen Dörfern, mystischen Schlossruinen, mittelalterlichen Klöstern und wundersam geformten Granit-Felsen aus der letzten Eiszeit.

Im Dartmoor leben die halbwilden Dartmoor-Ponies, entfernte Verwandte des Urpferds. Sie haben zwar alle einen Besitzer, der sie allerdings den größten Teil des Jahres sich selbst überlässt, wie es sich auch mit vielen Schafherden verhält. Im Exmoor gibt es das letzte frei lebende Rotwild Englands.

Die Jagdsaison im Exmoor gehört zu den alljährlichen „musts“ im gesellschaftlichen Kalender des südenglischen Adels, dessen Vertreter dann zum Völlen und Feiern aus den umliegenden Grafschaften anreisen. Aber auch zu allen anderen Jahreszeiten bieten eine Vielzahl gemütlicher Pubs in den Mooren gute und deftige Landküche, wie sie jeder Wanderer zu schätzen weiß.

Elementar für Ausflüge in die Moore sind gute Landkarten oder ein erfahrener Führer, denn das Wetter wechselt hier häufig und schnell. Bei starkem Regen oder dem berühmt-berüchtigten Nebel hat schon so mancher die Orientierung in der Weite des Moores verloren. Was dann passiert, liefert seit Tausenden von Jahren reichlich Stoff für unzählige Geister-Sagen und Grusel-Legenden, die auch heute noch gerne von Einheimischen am Kaminfeuer erzählt werden. In dunklen Nächten, wenn der Sturm an den Fensterläden der Guest Houses rüttelt und der Wirt so seltsam ruhig wirkt…

Quelle: C&C

Das Piemont ist als einstiger Sitz des königlichen Hauses der Savoy die Heimat zahlreicher Schlösser und Burgen. Auch andere aristokratische Familien hinterließen ihren Stempel in Form opulenter Bauten, die zwischen den pittoresken, schneebedeckten Bergen und Seenlandschaften der Region verstreut liegen.

Touristen können bei einem Besuch im Piemont ihr eigenes Märchen erleben. Das Castello di Verduno im gleichnamigen Örtchen bietet neben dem Castello Contessa Rosa in Serralunga Übernachtungsmöglichkeiten in den königlichen Gemächern. Dinieren im royalen Stil lässt es sich beispielsweise im Castello di Rivoli, Castello di Magno oder Castello dell´enoteca di Canale. Weltklasse Weine reicht man im Castello Barolo und im Castello di Grinzane Cavour, deren Anlagen sich im Verlauf der Jahre in international bekannte Weingüter verwandelt haben.

Königliches Flair weht durch die Hauptstadt der Region: Turin. Beginnen sollte man einen Rundgang mit dem Palazzo Reale: Ursprünglich zwischen 1659 und 1674 gebaut, wurde er im Lauf der Jahrhunderte mehrmals vergrößert und renoviert. Neben originalen Möbelstücken, Teppichen und anderen Dekorgegenständen, können Besucher eine große Auswahl kostbarer Bilder bewundern.

Empfehlenswert auf dem feudalen Rundgang ist außerdem das Il Valentino, das einst der königlichen Lady Christine von Frankreich gehörte. Auch der Palazzo Madama ist einen Besuch wert. Er wurde nach seiner berühmtesten Bewohnerin Madama Reale alias Christine von Frankreich benannt.  Der Palazzo Carignano war der Geburtsort von Königen und Sitz der Regierung unter Napoleon. Seit 1938 ist das Gebäude die Heimat wichtiger historischer Stücke, die den Bestand des hier untergebrachten Renaissance-Museums ausmachen. Das Gebäude selbst wurde wegen seiner Einzigartigkeit von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Weitere Schätze aus den Zeiten der Savoys befinden sich in der Turiner Umgebung. Dazu gehört unter anderem das Castello di Venaria, dessen Schönheit dem französischen Sonnengott Ludwig XIV. als Vorbild für sein einige Jahre später entstandenes Schloss von Versailles gedient haben soll. Außerdem beherbergt das Piemont das Castello di Rivoli, in dem sich heute das Museum für Moderne Kunst befindet, La Mandria, und die fürstlichen Jagdschlösser in Stupinigi und Moncalieri.

Kommentar: Italien ist mit dem Wohnmobil wirkoch gut zu bereisen, liegt das Land doch recht nah und ist über die Schweiz gut angebunden.

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Quelle: Regione Piemonte / bearbeitet von pairola-media