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Grenzenlose Freiheit?

Wild ZeltenWer auf der Suche nach der grenzenlosen Camper(Van)-Freiheit ist, und es mit den Regeln nicht so genau nimmt, der sollte im Allgemeinen und in Südtirol im Speziellen besser aufpassen.

Den Anwohnern und den Behörden ist das wilde Campen, genannt parken, ein ziemlicher Dorn im Auge. Mit Kontrollen und Bußgeldern ist zu rechnen, wenn wann man sich nicht an die Gesetzeslage im jeweiligen Land hält.

In Südtirol gibt es viel Natur, Schutzgebiete, Nationalparks, etc. Da ist das wilde Stehen generell nicht gestattet. Genau wie auch auf Plätzen innerhalb der Ortschaften und neben Kirchen oder historischen Gebäuden. Und auf Privatgrund ohne Erlaubnis sollte sich das eigentlich von selbst verstehen. Aber auch sonst gibt es die eine oder andere Falle, in die man hineintappen könnte. Weswegen diese Liste nicht vollständig ist. Am besten einfach nur dort campieren, wo es ausdrücklich eraubt ist, dann ist man auf der sicheren Seite.

Am 31.07.2026 wurde nun eine konzertierte Kontrollaktion durchgeführt, gemäß dem Motto, wehret den Anfängen, wo die Anfänge eigentlich eher mitten drin lauten sollten. Das wird sicherlich nicht einzige letzte Aktion gewesen sein.

Bild: Provinz Bozen, zur Presseerklärung: –>

P.S. Und wer wie kürzlich geschehen, bei seiner Wanderung durch die schöne Natur Südtirols, auf einen Bären trifft, kann sich hier schlau machen in Sachen sinnvoller Verhaltensweisen dem Bären gegenüber: –>

Ein Foto kann die Freiheit kosten: Was passiert, wenn man Verbotszonen ignoriert? Teil 3

📱 OsmAnd: Die kostenlose Alternative für sichere Routen

Auch OsmAnd bietet eine solche Funktion (Fotografierverbotszonen anzeigen)! Da OsmAnd auf den offenen Daten von OpenStreetMap (OSM) basiert, sind dort viele militärische Einrichtungen und gesperrte Zonen als POI (Point of Interest) oder geschlossene Bereiche eingetragen.

1. Die Kategorie „Militär“ aktivieren

In OsmAnd gibt es einen spezifischen Layer für militärische Objekte:

  1. Öffnen Sie die App → Tippen Sie auf das Menü (drei Punkte oder Striche).
  2. Wählen Sie „Einstellungen“ → Gehen Sie zu „Karte anzeigen“ (oder „Anzeige-Einstellungen“).
  3. Dort finden Sie unter „POI Kategorien“ oder „Symbole“ die Option „Militär“ (manchmal auch als „Airbase“, „Barracks“ gelistet).
  4. Aktivieren Sie diese Schalter.

Ergebnis: Auf der Karte erscheinen nun Symbole für Kasernen, Flugplätze, Übungsgebiete oder Munitionsdepots.

2. Geschlossene Gebiete erkennen

Oft sind nicht nur die Gebäude, sondern ganze Zonen (z. B. um einen Flughafen oder ein Testgelände) als „Military Area“ markiert.

Was zeigt OsmAnd? Bedeutung
Orangefarbene/schwarze Streifen Route führt durch verbotenes Gebiet → Umplanung empfohlen!
Keine Routenführung Gebiet ist gesperrt → App schlägt Umleitung vor
Symbolik (Bauwerk, Flugzeug) Kaserne, Militärflugplatz oder Übungsgebiet

⚠️ Wichtig: OsmAnd kennt die lokalen Gesetze zum Fotografieren nicht automatisch. Wenn eine Zone auf der Karte als „Military Base“ markiert ist, gilt in den meisten Ländern automatisch ein absolutes Fotografierverbot. Das Symbol dient also als visuelle Warnung.

3. Custom POI-Dateien (Für Profis)

Wenn Sie noch spezifischere Warnungen wollen (z. B. „Verbotszone Fotografie“), können Sie in OsmAnd auch eigene POI-Dateien laden:

  • Es gibt Community-Projekte, die Listen von „No-Go-Areas“ für Drohnen und Fotografen erstellen (oft als .gpx oder .kml).
  • Diese können Sie in OsmAnd unter „Einstellungen“ → „Navigation“ → „GPX-Layer“ importieren.
  • Dann leuchtet die entsprechende Zone direkt auf Ihrer Karte auf.

Ein wichtiger Hinweis zur Genauigkeit

Da OpenStreetMap von Freiwilligen gepflegt wird:

  • Nicht alle verbotenen Zonen sind eingetragen! Besonders neu angelegte Sicherheitszonen oder temporäre Sperrungen (wie bei Demonstrationen) fehlen oft.
  • Keine Rechtsberatung: Das Vorhandensein eines Symbols ist ein sehr guter Indikator, aber das Fehlen eines Symbols bedeutet nicht, dass Sie fotografieren dürfen.
  • Schilder vor Ort sind immer die letzte Instanz!

Zusammenfassung: OsmAnd im Reisegepäck

Ausprobierenswerte Empfehlung:

Tipp: Nutzen Sie OsmAnd als kostenlose Offline-Alternative zu teuren Drohnen-Apps. Einfach die „Militär“-Layer aktivieren – und schon sehen Sie sofort, ob Sie sich einer Kaserne nähern. Das ist besonders auf dem Camping-Tablet im WLAN-freien Ausland Gold wert!

Ein Foto kann die Freiheit kosten: Was passiert, wenn man Verbotszonen ignoriert? Teil 2

🌍 Gefahrenliste: Wo das Fotografieren verboten oder riskant ist

Nicht überall gilt die „Freiheit des Blicks“. In vielen Ländern sind bestimmte Bereiche strikt tabu, oft ohne dass Touristen es ahnen. Diese Liste soll als erste Orientierung dienen (Stand 2026):

⚠️ Hochrisiko-Regionen (Besondere Vorsicht geboten!)

In diesen Ländern werden Verstöße gegen Fotografierverbote oft sehr streng geahndet, teils mit Festnahmen auf den bloßen Verdacht hin.

Land / Region Verbotene Gebiete & Risiken Anmerkung
Griechenland
(Kreta, Souda)
US-Militärstützpunkte, Hafenanlagen, Flughäfen (Chania, Iraklio), strategische Brücken Aktuell hohe Sensibilität durch Spionagevorwürfe gegen Touristen
Polen Alle militärischen Einrichtungen, Grenzübergänge (besonders zur Ukraine/Weißrussland), Kraftwerke, Regierungsgebäude Strenges Sicherheitsgesetz aufgrund geopolitischer Lage
Israel & Palästinensische Gebiete Militäranlagen, Kontrollpunkte, Grenzen, Flughafen, Wasserreservoire, manche Friedhöfe Fotos von Soldaten oder Checkpoints können sofort zu einer Verhaftung führen
Ägypten Militärangehörige, Regierungsgebäude, Flughäfen, Pyramiden-Innenräume (teilweise), bestimmte Brücken Oft wird das Handy direkt beschlagnahmt, bis ein Gerichtsurteil vorliegt
Russland & Weißrussland Flughäfen, U-Bahn-Stationen, Militär, Regierungsgebäude, industrielle Anlagen Extrem hohe Strafen; Touristen werden oft als Spione eingestuft
Iran Regierungseinrichtungen, militärische Standorte, Flughäfen, Ölraffinerien Streng kontrolliert; auch das Aufnehmen von gewöhnlichen Menschen kann problematisch sein
Nordkorea Überall! Alles muss genehmigt sein. Eigene Fotos sind fast immer verboten oder streng reglementiert Absolute Höchstgefahr
Türkei Militäranlagen, Justizgebäude, einige historische Stätten in Istanbul/Antalya, Grenzbereiche zu Syrien/Irak Zunehmend strengere Kontrollen an sensiblen Orten

💡 Wichtige Regel allgemein

Selbst in demokratischen EU-Ländern gibt es oft unsichtbare Grenzen:

  • Flughäfen: Immer nur im öffentlichen Terminal fotografieren. Sobald Sie den Sicherheitsbereich sehen oder Militärflugzeuge am Horizont stehen → Stoppen!
  • Kasernen: Auch wenn sie offen stehen, ist das Gelände oft „militärisches Eigentum“ mit Verbotsschildern.
  • Grenzgebiet: Innerhalb von 10–20 km zur Grenze vieler Staaten gilt oft ein generelles Fotografierverbot für Infrastruktur.

📱 Apps & Tools: Der digitale Wegweiser vor böse Überraschungen

Bevor Sie losfahren, laden Sie diese Tools herunter. Sie zeigen oft genauer an, wo „No-Go-Areas“ liegen, als Schilder vor Ort.

1. Global Restriction Zones for Drones (GRD) – Offizieller Hinweis

Auch wenn viele denken, es geht nur um Drohnen: Diese offizielle App (oder ähnliche nationale Versionen wie Bundeskartellamt in DE, Eurocontrol) zeigt oft auch luftrechtliche Verbotszonen an, die sich häufig mit militärischen Sperren überschneiden.

  • Nutzen: Zeigt rote Zonen um Flughäfen und Militärbasen an.
  • Plattform: iOS & Android.

2. DroneMate / AirMap

Diese Apps visualisieren Luftraumrestriktionen extrem detailliert. Wenn dort eine Zone rot ist („No Fly“), ist das Fotografieren von unten aus der Luft (Drohne) verboten, aber oft auch das Fotografieren von Bodenpersonen in dieser Zone wegen Sicherheitsbedenken riskant.

  • Nutzen: Erkennt auch temporäre Verbotszonen (TMPF).
  • Plattform: iOS & Android (teils kostenpflichtig für volle Funktion).

3. TripAdvisor / Google Maps (Mit Kommentar-Lese-Check)

Oft unterschätzt: Suchen Sie Ihr Ziel auf Google Maps und klicken Sie auf die Fotos der anderen Nutzer.

  • Trick: Wenn Sie sehen, dass bei einem bestimmten Ort (z. B. einem Hafen oder Militärhafen) keine aktuellen Bilder von außen existieren oder andere Nutzer Kommentare wie „Fotografieren hier verboten“ geschrieben haben -> Finger weg!
  • Nutzen: Community-Wissen nutzen.

4. Smart Traveler (US State Dept) / Auswärtiges Amt App

Die offiziellen Regierungs-Apps bieten aktuelle Sicherheitshinweise für jedes Land.

5. OpenStreetMap (OSM) mit Overpass-Turbo (Für Profis)

Für Technik-affine Camper: Man kann in OSM nach „military_area“ oder „restricted_access“ filtern. Diese Daten sind oft genauer als Google Maps.

  • Nutzen: Identifizieren Sie militärische Grundstücke, die nicht als solche gekennzeichnet sind.

🛑 Der „Goldene Rat“: Die Drei-Sekunden-Regel

Wenn Sie unsicher sind:

  • Stoppen. (Nicht einmal das Foto machen).
  • Schauen. (Gibt es Schilder? Sind Bewaffnete da?).
  • Fragen. (Fragen Sie einen uniformierten Beamten: „Darf ich hier fotografieren?“).
    Antwort „Nein“ -> Sofort Kamera wegstecken und entschuldigen.
    Schweigen oder Missmut -> Sofort weggehen.

Denken Sie daran: Ein verpasstes Foto ist ärgerlich. Eine Haftstrafe im Ausland kann Jahre dauern und Ihre Existenz ruinieren. Die Sicherheit geht immer vor dem Schnappschuss!

KI generierter Artikel, alle Angaben ohne Gewähr, fotographiert wird immmer auf eigenes Riskiko!

Für OSMAND-Nutzer wsie mich, gibt es demnächst einen weiteren Beitrag.

Ein Foto kann die Freiheit kosten: Was passiert, wenn man Verbotszonen ignoriert? Teil 1

Ein schnelles Foto und ab ins Gefängnis?!

Wir kennen es alle: Der Urlaubstrecke folgt das Handy oder die Kamera. Ein atemberaubender Blick auf den Sonnenuntergang, ein imposanter Militärfahrzeug-Konvoi am Horizont oder die perfekte Aufnahme des Flughafens vor Abflug. Doch was für uns nur ein schnelles Schnappschuss ist, kann in anderen Ländern sofort zur schweren Straftat werden – mit dem Vorwurf der Spionage, der Festnahme und im schlimmsten Fall mit einer längeren Haftstrafe.

Die Warnung ist offensichtlich nicht übertrieben: In den letzten Wochen gab es zwei Fälle auf Kreta (Griechenland), die zeigen, wie schnell aus dem Urlaubsfoto ein ernstes Problem wird.

Die Fakten: Festnahmen wegen eines Fotos

Im März 2026 bzw. Juni gab es gleich zwei Fälle auf der Insel:

  • Der deutsche Tourist: Am Flughafen Chania wurde ein 56-jähriger Deutscher festgenommen, weil er Fotos in einem „sicherheitsrelevanten Bereich“ machte. Er kam unter dem Verdacht der Spionage in Gewahrsam und verbrachte mehrere Tage in Untersuchungshaft, bevor er wieder freigelassen wurde.
  • Der polnische Tourist: Ein 58-jähriger Pole wurde in Souda (nahe Chania) festgenommen, nachdem er Aufnahmen von einem US-Militärstützpunkt gemacht hatte. Auch er wurde sofort unter dem Vorwurf der Spionage festgesetzt und muss sich nun mit griechischen Justizbehörden auseinandersetzen.

In beiden Fällen ging es nicht um geheime Dokumente oder abgehörte Gespräche, sondern „nur“ um Fotos von militärischen Einrichtungen, Flugzeugen oder Infrastruktur.

Warum ist das so leichtsinnig gefährlich?

Viele Touristen unterschätzen die Rechtslage. In Deutschland oder vielen westeuropäischen Ländern mag das Fotografieren von öffentlichen Plätzen oder sogar manchen militärischen Gebäuden (von außen) geduldet sein. Aber in Polen, Griechenland, aber auch in vielen anderen Staaten (z. B. Israel, Ägypten, Russland, Teile der Türkei oder Osteuropa) gelten strenge Sicherheitsgesetze:

  • Keine Unterscheidung zwischen „Kunst“ und „Spionage“: Für die lokalen Behörden ist oft irrelevant, ob Sie ein Hobby-Fotograf sind oder ein Agent. Wer Bilder von sensiblen Infrastrukturen (Flughäfen, Kasernen, Grenzen, Kraftwerken) macht, gilt als potenzielle Gefahr.
  • Der Begriff „Spionage“: In vielen Ländern reicht bereits der Verdacht aus, um jemanden festzunehmen und in Haft zu lassen, bis die Unschuld bewiesen ist. Das kann Wochen dauern, oft in schlechten Haftbedingungen und ohne sofortigen Zugang zu einem Anwalt der eigenen Nationalität.
  • Schnelle Eskalation: Wenn Beamte vor Ort denken, Sie könnten ein Geheimdienstler sein, werden Sie nicht einfach nach Hause geschickt. Sie landen im Gefängnis, und Ihr Reisepass wird beschlagnahmt. Die diplomatischen Bemühungen der Botschaft können Wochen dauern.

Besondere Gefahrenzonen (Beispiele)

Neben den aktuellen Fällen auf Kreta gibt es weitere Hotspots, die Touristen oft zum Verhängnis werden:

  • Polen & Osteuropa: Aufgrund der geopolitischen Lage (Ukraine-Krieg, NATO-Ostflanke) ist das Fotografieren von Militäranlagen, Grenzübergängen oder strategisch wichtigen Brücken extrem streng geregelt. Ein Verstoß kann als Landesverrat gewertet werden.
  • Nähe zu Militärbasen: Ob US-Stützpunkte in Italien, Griechenland oder Kroatien. Oft sind die Schilder „No Photography“ (Fotografierverbot) nicht nur Empfehlungen, sondern strafbewehrte Befehle.
  • Flughäfen: Die Sicherheitszonen rund um Landebahnen und Terminals sind fast überall verboten zu fotografieren, besonders wenn Militärmaschinen oder spezielle Frachtmaschinen im Bild sind.

Was Sie als Reisender tun müssen

Schutz vor diesen Risiken ist einfach, aber erfordert eine gewisse Disziplin:

  1. Achten Sie auf Schilder: „Fotografieren verboten“, „No Photography“ oder Symbole mit durchgestrichener Kamera sind keine Vorschläge. Ignorieren Sie sie besser nicht.
  2. Seien Sie skeptisch bei Militärangehörigen: Wenn Soldaten oder Sicherheitskräfte Sie beim Fotografieren beobachten, stoppen Sie sofort, stecken Sie die Kamera weg und zeigen Sie Verständnis.
  3. Handy-Apps nutzen: Viele Länder haben Apps, die anzeigen, wo bestimmte Bereiche („Red Zones“) nicht fotografiert werden dürfen.
  4. Keine Panik, aber Kooperationsbereitschaft: Werden Sie festgenommen, bleiben Sie ruhig. Fordern Sie sofort Kontakt zu Ihrer Botschaft. Versuchen Sie nicht, zu bluffen oder zu flüchten – das macht alles schlimmer.
  5. Informieren Sie sich vorab: Bevor Sie eine Reise antreten, prüfen Sie die lokalen Gesetze zum Fotografieren. Bei Unsicherheit: Lieber nicht machen.

Fazit: Der Preis der Neugier ist hoch

Die Geschichte der deutschen und polnischen Touristen auf Kreta zeigt eindrucksvoll, dass ein einziges Foto Ihre ganze Urlaubsplanung und möglicherweise Jahre Ihres Lebens ruinieren kann. Spionagevorwürfe sind kein Scherz, und Gerichte im Ausland folgen oft anderen Logiken, als wir es gewohnt sind.

Die Devise sollte lauten: Genießen Sie die Landschaft, aber respektieren Sie die Grenzen der Sicherheit. Wenn ein Schild sagt „Nein“, dann heißt das auch wirklich „Nein“. Denn der schönste Urlaubsnachricht ist nicht ein gutes Foto, sondern die Nachricht, dass Sie sicher und gesund zu Hause angekommen sind.

Quellen & Berichte:

Euronews: Spionageverdacht: Pole machte Fotos am US-Stützpunkt auf Kreta
DER SPIEGEL: Kreta: Tourist aus Deutschland nach Spionage-Verdacht wieder frei
BR24: Deutscher auf Kreta wegen Fotos am Flughafen festgenommen

Der Artikel wurde inspiriert durch einen Artikel im ksta vom 13.06.2026 und mittels Zuhilfenahme von KI erstellt.

Die unbekannte Gefahr im Reisegepäck

Vorsicht im Reisegepäck: Warum Pflanzen aus dem Urlaub heimische Ökosysteme gefährden können

Sie haben im Urlaub wunderschöne Pflanzen entdeckt, leckere Früchte probiert oder ein besonderes Blumenbouquet gekauft. Die Versuchung ist groß, ein Stück dieser Reise mit nach Hause zu nehmen. Doch was für Sie ein schönes Souvenir ist, kann für unsere heimische Landwirtschaft und Natur eine echte Gefahr bedeuten.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BMLEH) warnt ausdrücklich davor, Pflanzen, Samen, Obst, Gemüse oder Schnittblumen aus Ländern außerhalb der EU mit nach Hause zu bringen. Der Grund: Diese können Schädlinge oder Krankheiten enthalten, die für unsere heimischen Pflanzen verheerende Folgen haben.

Welche Gefahren lauern im Reisegepäck?

Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse können eine Vielzahl von Organismen transportieren, die für unsere Nutz- und Wildpflanzen schädlich sind:

  • Insekten und deren Larven: Oft unbemerkt in Blättern oder Rinde verborgen
  • Pilze: Können sich rasch ausbreiten und ganze Bestände infizieren
  • Bakterien: Wie das gefürchtete Feuerbakterium, das über 300 Obst-, Wein- und Zierpflanzenarten befällt
  • Viren und andere Pathogene: Oft erst sichtbar, nachdem sie sich bereits ausgebreitet haben

Ein besonders gefährliches Beispiel ist das Feuerbakterium (Erwinia amylovora –>). Dieser Erreger befällt mehr als 300 Pflanzenarten und kann ganze Obstanlagen vernichten. Die Symptome treten oft erst Wochen oder Monate nach dem Einschleppen auf – dann ist es meist zu spät, die Ausbreitung zu stoppen.

Warum sind Schädlinge oft unsichtbar?

Ein zentrales Problem ist, dass viele Schädlinge und Krankheitserreger nicht mit bloßem Auge sichtbar sind. Sie können in Samen, Erde oder im Inneren von Pflanzenteilen verborgen sein. Erst wenn die Pflanze am neuen Standort ankommt und sich die Bedingungen ändern, brechen die Krankheiten aus.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) betont in ihrer Kampagne #PlantHealth4Life, dass Reisende sich bewusst sein müssen: „Mit der Pflanze oder dem Pflanzenerzeugnis können Schädlinge oder Krankheiten eingetragen werden, die erst später sichtbar werden.

Die rechtliche Lage: Pflanzengesundheitszeugnis erforderlich

Für die Einfuhr lebender Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse in die EU gilt eine klare Regelung:

  • Pflanzengesundheitszeugnis erforderlich: Für alle lebenden Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse – einschließlich Schnittblumen und Saatgut – ist ein offizielles Pflanzengesundheitszeugnis für die Einfuhr in die EU notwendig.
  • Ohne Zertifikat: Wenn Sie von Reisen aus Ländern außerhalb der EU kommen, sollten Sie Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse lieber dort lassen, sofern Sie kein solches Zertifikat haben.
  • Kontrollen: Der Zoll und das Bundesamt für Ernährungssicherheit führen phytosanitäre Kontrollen durch, um gefährliche Einschleppungen zu verhindern.

Was bedeutet das für Reisende im Allgemeinen und Camper im Besonderen?

Als Wohnmobilist sind Sie besonders gefordert, da Sie oft längere Strecken zurücklegen und verschiedene Regionen besuchen (und viel Platz für die Sammlung haben). Hier einige praktische Tipps:

  1. Keine Pflanzen aus Nicht-EU-Ländern: Lassen Sie Pflanzen, Obst, Gemüse und Blumen aus Ländern außerhalb der EU da, wo sie hingehören: im Urlaubsland.
  2. Auch innerhalb der EU vorsichtig sein: Selbst Pflanzen aus anderen EU-Ländern können unerwünschte Schädlinge beherbergen.
  3. Informieren Sie sich vor der Abreise: Beim Amtlichen Pflanzenschutzdienst oder auf den Websites des BMLEH und des Zolls finden Sie aktuelle Informationen.
  4. Teilen Sie Fotos, keine Pflanzen: Machen Sie Ihre Follower neugierig mit Urlaubsfotos aus dem Naturbereich, aber teilen Sie keine lebenden Pflanzen.

Warum lohnt sich der Verzicht?

Der Schutz unserer heimischen Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Biodiversität liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen. Wenn wir gemeinsam darauf achten, keine gefährlichen Pflanzenkrankheiten einzuschleppen, schützen wir:

  • Unsere Nahrungsmittelproduktion: Obstplantagen, Weinberge und Gemüsegärten
  • Unsere Wälder: Vor neuen Schädlingen und Krankheiten
  • Unsere Artenvielfalt: Heimische Wildpflanzen bleiben gesund
  • Unsere Wirtschaft: Vermeidung hoher Kosten durch Seuchenbekämpfung

Fazit: Das schönste Souvenir ist die Erinnerung

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung faßt es treffend zusammen: „Bringen Sie bitte keine Pflanzen von außerhalb der EU mit.“ Das Risiko, das Sie mit dem Reisegepäck transportieren, ist zu groß.

Das schönste Andenken an Ihren Urlaub ist nicht eine Pflanze, die möglicherweise Schaden anrichtet, sondern die Erinnerung an die schönen Momente. Machen Sie Fotos, sammeln Sie Erinnerungen – aber lassen Sie die Pflanzen dort, wo sie hingehören.

Quellen:

  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMLEH): –>
  • EFSA Kampagne #PlantHealth4Life: –>
  • Zoll Deutschland: –>

Der Artikel wurde inspiriert von einem sogenannten „Pocket – Maxi Wissen im Mini-Format“ und unter Zuhilfenahme von KI erstellt. Hand aufs Herz, wer hat nicht auch schon mal die eine oder andere Pflanze vom Urlaubsort mitgebracht?

Stichtag 19.06.2025 Thema Gasprüfung

Kühlschrank - Gas betriebenDas mit der Gasprüfung war ja ein leichtes Hin und Her in den letzten Jahren. Lange war sie TÜV-Relevant, dann wieder nicht, dann wieder doch – und nun sollte man sich den 19.06.2025 merken.

Denn bis zu diesem Stichtag müssen alle Wohnmobile, Wohnwagen und alle anderen Fahrzeuge, die eine Gasanlage an Bord haben (Heizung, Kühlschrank, Kocher), eine gültige Prüfung durchgemacht haben. Die Übergangsfrist von einem Jahr läuft dann nämlich ab.

Anscheinend drohen sogar Bußgelder und Campingplätze können das Fahrzeug abweisen.

Ich habe ja noch nie erlebt, daß ein Campingplatzwart das kontrolliert, aber man weiß ja nie.

Also, wer eine Prüfung braucht, sollte nicht zu lange warten, sonst könnte es im Juni eng werden, wenn alle gleichzeitig zur Prüfung wollen.

Quelle: ksta 8.02.2025

E-Roller in Holland

Wer einen in Deutschland üblichen E-Roller bei seinem Wohnmobil mitführt und damit dann auf Hollands Straßen unterwegs ist, macht sich unter Umständen eines Vergehens schuldig, dann nämlich, wenn der E-Roller keinen festen Sitz hat. Man muß nämlich während der Fahrt sitzen, sonst darf man nicht fahren. Sagt zumindest ein Leserbriefschreiber in der promobil 8/2024.

Es drohen anscheinend empfindliche Bußgelder.

Neulich beim TÜV

Neulich beim TÜV: „Soll die Gasprüfung mitgemacht werden? Die ist ja nicht mehr Pflicht.“ – „Nö, ob alles dicht ist und funktioniert, wird selbst getestet“.

Nun lese ich gerade mit Erstaunen, daß die Gasprüfung nun wieder Pflicht ist. Wer sie nicht hat, muß das bis zum 19.06.2025 nachholen, wer danach keine hat und erwischt wird, zahlt ein Bußgeld in Höhe von mindestens 15 Euro – bis hin zu 60 Euro – je nach Fristüberziehung.

Geregelt ist das wohl in einem neuen Paragraphen in der StVZO mit dem schönen Namen „§ 60 Flüssiggasanlagen in Fahrzeugen“.

Es bleibt aber bei der Unabhängigkeit vom Fahrzeug-TÜV.

Quelle: promobil 8/2024

Selfies all over the world

Mancheiner fährt anscheinend nur irgendwohin der tollen Bildermöglichkeiten wegen.

Selfies sind dann natürlich auch eine Selbstverständlichkeit.

Man kennt das Procedere: Bis das perfekte Bild aufgenommen ist, kann es schon mal eine Weile dauern und das führt dann in beliebten Gegenden zu nervigen Situationen.

Dem legt die eine oder andere Topselfiegegend nun einen Riegel vor. Beispiel Hallstadt in Österreich. Da gibt es offenbar einen besonders beliebten Treffpunkt und alle nervt es. Vorläufige Quintessenz: Ein Bretterzaun.

Daß das keine Lösung sein kann, ist allen klar, weswegen der Tourismusbeauftragte des Ortes nun eine bessere Lösung zusammen mit den Beteiligten austüfteln möchte.

Richtig teuer kann es in Portofino werden, wenn man in den zwei so bezeichneten „roten Zonen“ stehen bleibt. Beschränkt ist das Gebiet bis 18 Uhr. Danach kann man dann wohl Bilder machen und natürlich wohl auch Selfies.

Peanuts sind die Strafen allerdings im Vergleich zu Pamplona, wo im Juli Stierläufe stattfinden mit tausenden Teilnehmern. Wer da ein Selfie macht, darf bis zu 3000 Euro berappen, so er denn erwischt wird.

Hier macht das natürlich auch Sinn, das ganze ist schließlich nicht ganz ungefährlich und dient somit nicht zuletzt allen Teilnehmern.

Auch in London gibt es einige Stellen, wo man keine Selfies machen darf; Martin Tower, Royal Chapels, Jewel House, so steht es zumindest anscheinend in einer Informationsbroschüre.

An der Côte d’Azur gibt es schon seit 2014 ein Selfieverbot am Plage de la Garoupe (–>), inklusive Anti-Selfie-Patrouille.

Quelle: ksta 1./2.07.2023

Alle Angaben ohne Gewähr und nicht über die ganze Welt, sondern nur in Europa. Auch außerhalb gibt es entsprechende Regeln…

Blitzer Warner

Blitzer-Apps u.ä. sind während der Fahrt für den Fahrer bekanntermaßen tabu. Bisher waren aber wohl die Beifahrer nicht ausdrücklich ebenfalls von den Verbot der Nutzung betroffen.

Nun hat das Oberlandesgericht Karlsruhe entschieden, daß Beifahrer während der Fahrt ebenfalls keine Blitzer-Apps nutzen dürfen.

Bei Pausen während der Fahrt und auch vor Antritt der Fahrt darf man sich aber weiterhin informieren, wie es in Sachen Blitzer Radarfallen so ausschaut.

Az.: 2 ORbs 35 Ss 9/23

Quelle: test 4/2023