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Ein Foto kann die Freiheit kosten: Was passiert, wenn man Verbotszonen ignoriert? Teil 3

📱 OsmAnd: Die kostenlose Alternative für sichere Routen

Auch OsmAnd bietet eine solche Funktion (Fotografierverbotszonen anzeigen)! Da OsmAnd auf den offenen Daten von OpenStreetMap (OSM) basiert, sind dort viele militärische Einrichtungen und gesperrte Zonen als POI (Point of Interest) oder geschlossene Bereiche eingetragen.

1. Die Kategorie „Militär“ aktivieren

In OsmAnd gibt es einen spezifischen Layer für militärische Objekte:

  1. Öffnen Sie die App → Tippen Sie auf das Menü (drei Punkte oder Striche).
  2. Wählen Sie „Einstellungen“ → Gehen Sie zu „Karte anzeigen“ (oder „Anzeige-Einstellungen“).
  3. Dort finden Sie unter „POI Kategorien“ oder „Symbole“ die Option „Militär“ (manchmal auch als „Airbase“, „Barracks“ gelistet).
  4. Aktivieren Sie diese Schalter.

Ergebnis: Auf der Karte erscheinen nun Symbole für Kasernen, Flugplätze, Übungsgebiete oder Munitionsdepots.

2. Geschlossene Gebiete erkennen

Oft sind nicht nur die Gebäude, sondern ganze Zonen (z. B. um einen Flughafen oder ein Testgelände) als „Military Area“ markiert.

Was zeigt OsmAnd? Bedeutung
Orangefarbene/schwarze Streifen Route führt durch verbotenes Gebiet → Umplanung empfohlen!
Keine Routenführung Gebiet ist gesperrt → App schlägt Umleitung vor
Symbolik (Bauwerk, Flugzeug) Kaserne, Militärflugplatz oder Übungsgebiet

⚠️ Wichtig: OsmAnd kennt die lokalen Gesetze zum Fotografieren nicht automatisch. Wenn eine Zone auf der Karte als „Military Base“ markiert ist, gilt in den meisten Ländern automatisch ein absolutes Fotografierverbot. Das Symbol dient also als visuelle Warnung.

3. Custom POI-Dateien (Für Profis)

Wenn Sie noch spezifischere Warnungen wollen (z. B. „Verbotszone Fotografie“), können Sie in OsmAnd auch eigene POI-Dateien laden:

  • Es gibt Community-Projekte, die Listen von „No-Go-Areas“ für Drohnen und Fotografen erstellen (oft als .gpx oder .kml).
  • Diese können Sie in OsmAnd unter „Einstellungen“ → „Navigation“ → „GPX-Layer“ importieren.
  • Dann leuchtet die entsprechende Zone direkt auf Ihrer Karte auf.

Ein wichtiger Hinweis zur Genauigkeit

Da OpenStreetMap von Freiwilligen gepflegt wird:

  • Nicht alle verbotenen Zonen sind eingetragen! Besonders neu angelegte Sicherheitszonen oder temporäre Sperrungen (wie bei Demonstrationen) fehlen oft.
  • Keine Rechtsberatung: Das Vorhandensein eines Symbols ist ein sehr guter Indikator, aber das Fehlen eines Symbols bedeutet nicht, dass Sie fotografieren dürfen.
  • Schilder vor Ort sind immer die letzte Instanz!

Zusammenfassung: OsmAnd im Reisegepäck

Ausprobierenswerte Empfehlung:

Tipp: Nutzen Sie OsmAnd als kostenlose Offline-Alternative zu teuren Drohnen-Apps. Einfach die „Militär“-Layer aktivieren – und schon sehen Sie sofort, ob Sie sich einer Kaserne nähern. Das ist besonders auf dem Camping-Tablet im WLAN-freien Ausland Gold wert!

Ein Foto kann die Freiheit kosten: Was passiert, wenn man Verbotszonen ignoriert? Teil 2

🌍 Gefahrenliste: Wo das Fotografieren verboten oder riskant ist

Nicht überall gilt die „Freiheit des Blicks“. In vielen Ländern sind bestimmte Bereiche strikt tabu, oft ohne dass Touristen es ahnen. Diese Liste soll als erste Orientierung dienen (Stand 2026):

⚠️ Hochrisiko-Regionen (Besondere Vorsicht geboten!)

In diesen Ländern werden Verstöße gegen Fotografierverbote oft sehr streng geahndet, teils mit Festnahmen auf den bloßen Verdacht hin.

Land / Region Verbotene Gebiete & Risiken Anmerkung
Griechenland
(Kreta, Souda)
US-Militärstützpunkte, Hafenanlagen, Flughäfen (Chania, Iraklio), strategische Brücken Aktuell hohe Sensibilität durch Spionagevorwürfe gegen Touristen
Polen Alle militärischen Einrichtungen, Grenzübergänge (besonders zur Ukraine/Weißrussland), Kraftwerke, Regierungsgebäude Strenges Sicherheitsgesetz aufgrund geopolitischer Lage
Israel & Palästinensische Gebiete Militäranlagen, Kontrollpunkte, Grenzen, Flughafen, Wasserreservoire, manche Friedhöfe Fotos von Soldaten oder Checkpoints können sofort zu einer Verhaftung führen
Ägypten Militärangehörige, Regierungsgebäude, Flughäfen, Pyramiden-Innenräume (teilweise), bestimmte Brücken Oft wird das Handy direkt beschlagnahmt, bis ein Gerichtsurteil vorliegt
Russland & Weißrussland Flughäfen, U-Bahn-Stationen, Militär, Regierungsgebäude, industrielle Anlagen Extrem hohe Strafen; Touristen werden oft als Spione eingestuft
Iran Regierungseinrichtungen, militärische Standorte, Flughäfen, Ölraffinerien Streng kontrolliert; auch das Aufnehmen von gewöhnlichen Menschen kann problematisch sein
Nordkorea Überall! Alles muss genehmigt sein. Eigene Fotos sind fast immer verboten oder streng reglementiert Absolute Höchstgefahr
Türkei Militäranlagen, Justizgebäude, einige historische Stätten in Istanbul/Antalya, Grenzbereiche zu Syrien/Irak Zunehmend strengere Kontrollen an sensiblen Orten

💡 Wichtige Regel allgemein

Selbst in demokratischen EU-Ländern gibt es oft unsichtbare Grenzen:

  • Flughäfen: Immer nur im öffentlichen Terminal fotografieren. Sobald Sie den Sicherheitsbereich sehen oder Militärflugzeuge am Horizont stehen → Stoppen!
  • Kasernen: Auch wenn sie offen stehen, ist das Gelände oft „militärisches Eigentum“ mit Verbotsschildern.
  • Grenzgebiet: Innerhalb von 10–20 km zur Grenze vieler Staaten gilt oft ein generelles Fotografierverbot für Infrastruktur.

📱 Apps & Tools: Der digitale Wegweiser vor böse Überraschungen

Bevor Sie losfahren, laden Sie diese Tools herunter. Sie zeigen oft genauer an, wo „No-Go-Areas“ liegen, als Schilder vor Ort.

1. Global Restriction Zones for Drones (GRD) – Offizieller Hinweis

Auch wenn viele denken, es geht nur um Drohnen: Diese offizielle App (oder ähnliche nationale Versionen wie Bundeskartellamt in DE, Eurocontrol) zeigt oft auch luftrechtliche Verbotszonen an, die sich häufig mit militärischen Sperren überschneiden.

  • Nutzen: Zeigt rote Zonen um Flughäfen und Militärbasen an.
  • Plattform: iOS & Android.

2. DroneMate / AirMap

Diese Apps visualisieren Luftraumrestriktionen extrem detailliert. Wenn dort eine Zone rot ist („No Fly“), ist das Fotografieren von unten aus der Luft (Drohne) verboten, aber oft auch das Fotografieren von Bodenpersonen in dieser Zone wegen Sicherheitsbedenken riskant.

  • Nutzen: Erkennt auch temporäre Verbotszonen (TMPF).
  • Plattform: iOS & Android (teils kostenpflichtig für volle Funktion).

3. TripAdvisor / Google Maps (Mit Kommentar-Lese-Check)

Oft unterschätzt: Suchen Sie Ihr Ziel auf Google Maps und klicken Sie auf die Fotos der anderen Nutzer.

  • Trick: Wenn Sie sehen, dass bei einem bestimmten Ort (z. B. einem Hafen oder Militärhafen) keine aktuellen Bilder von außen existieren oder andere Nutzer Kommentare wie „Fotografieren hier verboten“ geschrieben haben -> Finger weg!
  • Nutzen: Community-Wissen nutzen.

4. Smart Traveler (US State Dept) / Auswärtiges Amt App

Die offiziellen Regierungs-Apps bieten aktuelle Sicherheitshinweise für jedes Land.

5. OpenStreetMap (OSM) mit Overpass-Turbo (Für Profis)

Für Technik-affine Camper: Man kann in OSM nach „military_area“ oder „restricted_access“ filtern. Diese Daten sind oft genauer als Google Maps.

  • Nutzen: Identifizieren Sie militärische Grundstücke, die nicht als solche gekennzeichnet sind.

🛑 Der „Goldene Rat“: Die Drei-Sekunden-Regel

Wenn Sie unsicher sind:

  • Stoppen. (Nicht einmal das Foto machen).
  • Schauen. (Gibt es Schilder? Sind Bewaffnete da?).
  • Fragen. (Fragen Sie einen uniformierten Beamten: „Darf ich hier fotografieren?“).
    Antwort „Nein“ -> Sofort Kamera wegstecken und entschuldigen.
    Schweigen oder Missmut -> Sofort weggehen.

Denken Sie daran: Ein verpasstes Foto ist ärgerlich. Eine Haftstrafe im Ausland kann Jahre dauern und Ihre Existenz ruinieren. Die Sicherheit geht immer vor dem Schnappschuss!

KI generierter Artikel, alle Angaben ohne Gewähr, fotographiert wird immmer auf eigenes Riskiko!

Für OSMAND-Nutzer wsie mich, gibt es demnächst einen weiteren Beitrag.

Ein Foto kann die Freiheit kosten: Was passiert, wenn man Verbotszonen ignoriert? Teil 1

Ein schnelles Foto und ab ins Gefängnis?!

Wir kennen es alle: Der Urlaubstrecke folgt das Handy oder die Kamera. Ein atemberaubender Blick auf den Sonnenuntergang, ein imposanter Militärfahrzeug-Konvoi am Horizont oder die perfekte Aufnahme des Flughafens vor Abflug. Doch was für uns nur ein schnelles Schnappschuss ist, kann in anderen Ländern sofort zur schweren Straftat werden – mit dem Vorwurf der Spionage, der Festnahme und im schlimmsten Fall mit einer längeren Haftstrafe.

Die Warnung ist offensichtlich nicht übertrieben: In den letzten Wochen gab es zwei Fälle auf Kreta (Griechenland), die zeigen, wie schnell aus dem Urlaubsfoto ein ernstes Problem wird.

Die Fakten: Festnahmen wegen eines Fotos

Im März 2026 bzw. Juni gab es gleich zwei Fälle auf der Insel:

  • Der deutsche Tourist: Am Flughafen Chania wurde ein 56-jähriger Deutscher festgenommen, weil er Fotos in einem „sicherheitsrelevanten Bereich“ machte. Er kam unter dem Verdacht der Spionage in Gewahrsam und verbrachte mehrere Tage in Untersuchungshaft, bevor er wieder freigelassen wurde.
  • Der polnische Tourist: Ein 58-jähriger Pole wurde in Souda (nahe Chania) festgenommen, nachdem er Aufnahmen von einem US-Militärstützpunkt gemacht hatte. Auch er wurde sofort unter dem Vorwurf der Spionage festgesetzt und muss sich nun mit griechischen Justizbehörden auseinandersetzen.

In beiden Fällen ging es nicht um geheime Dokumente oder abgehörte Gespräche, sondern „nur“ um Fotos von militärischen Einrichtungen, Flugzeugen oder Infrastruktur.

Warum ist das so leichtsinnig gefährlich?

Viele Touristen unterschätzen die Rechtslage. In Deutschland oder vielen westeuropäischen Ländern mag das Fotografieren von öffentlichen Plätzen oder sogar manchen militärischen Gebäuden (von außen) geduldet sein. Aber in Polen, Griechenland, aber auch in vielen anderen Staaten (z. B. Israel, Ägypten, Russland, Teile der Türkei oder Osteuropa) gelten strenge Sicherheitsgesetze:

  • Keine Unterscheidung zwischen „Kunst“ und „Spionage“: Für die lokalen Behörden ist oft irrelevant, ob Sie ein Hobby-Fotograf sind oder ein Agent. Wer Bilder von sensiblen Infrastrukturen (Flughäfen, Kasernen, Grenzen, Kraftwerken) macht, gilt als potenzielle Gefahr.
  • Der Begriff „Spionage“: In vielen Ländern reicht bereits der Verdacht aus, um jemanden festzunehmen und in Haft zu lassen, bis die Unschuld bewiesen ist. Das kann Wochen dauern, oft in schlechten Haftbedingungen und ohne sofortigen Zugang zu einem Anwalt der eigenen Nationalität.
  • Schnelle Eskalation: Wenn Beamte vor Ort denken, Sie könnten ein Geheimdienstler sein, werden Sie nicht einfach nach Hause geschickt. Sie landen im Gefängnis, und Ihr Reisepass wird beschlagnahmt. Die diplomatischen Bemühungen der Botschaft können Wochen dauern.

Besondere Gefahrenzonen (Beispiele)

Neben den aktuellen Fällen auf Kreta gibt es weitere Hotspots, die Touristen oft zum Verhängnis werden:

  • Polen & Osteuropa: Aufgrund der geopolitischen Lage (Ukraine-Krieg, NATO-Ostflanke) ist das Fotografieren von Militäranlagen, Grenzübergängen oder strategisch wichtigen Brücken extrem streng geregelt. Ein Verstoß kann als Landesverrat gewertet werden.
  • Nähe zu Militärbasen: Ob US-Stützpunkte in Italien, Griechenland oder Kroatien. Oft sind die Schilder „No Photography“ (Fotografierverbot) nicht nur Empfehlungen, sondern strafbewehrte Befehle.
  • Flughäfen: Die Sicherheitszonen rund um Landebahnen und Terminals sind fast überall verboten zu fotografieren, besonders wenn Militärmaschinen oder spezielle Frachtmaschinen im Bild sind.

Was Sie als Reisender tun müssen

Schutz vor diesen Risiken ist einfach, aber erfordert eine gewisse Disziplin:

  1. Achten Sie auf Schilder: „Fotografieren verboten“, „No Photography“ oder Symbole mit durchgestrichener Kamera sind keine Vorschläge. Ignorieren Sie sie besser nicht.
  2. Seien Sie skeptisch bei Militärangehörigen: Wenn Soldaten oder Sicherheitskräfte Sie beim Fotografieren beobachten, stoppen Sie sofort, stecken Sie die Kamera weg und zeigen Sie Verständnis.
  3. Handy-Apps nutzen: Viele Länder haben Apps, die anzeigen, wo bestimmte Bereiche („Red Zones“) nicht fotografiert werden dürfen.
  4. Keine Panik, aber Kooperationsbereitschaft: Werden Sie festgenommen, bleiben Sie ruhig. Fordern Sie sofort Kontakt zu Ihrer Botschaft. Versuchen Sie nicht, zu bluffen oder zu flüchten – das macht alles schlimmer.
  5. Informieren Sie sich vorab: Bevor Sie eine Reise antreten, prüfen Sie die lokalen Gesetze zum Fotografieren. Bei Unsicherheit: Lieber nicht machen.

Fazit: Der Preis der Neugier ist hoch

Die Geschichte der deutschen und polnischen Touristen auf Kreta zeigt eindrucksvoll, dass ein einziges Foto Ihre ganze Urlaubsplanung und möglicherweise Jahre Ihres Lebens ruinieren kann. Spionagevorwürfe sind kein Scherz, und Gerichte im Ausland folgen oft anderen Logiken, als wir es gewohnt sind.

Die Devise sollte lauten: Genießen Sie die Landschaft, aber respektieren Sie die Grenzen der Sicherheit. Wenn ein Schild sagt „Nein“, dann heißt das auch wirklich „Nein“. Denn der schönste Urlaubsnachricht ist nicht ein gutes Foto, sondern die Nachricht, dass Sie sicher und gesund zu Hause angekommen sind.

Quellen & Berichte:

Euronews: Spionageverdacht: Pole machte Fotos am US-Stützpunkt auf Kreta
DER SPIEGEL: Kreta: Tourist aus Deutschland nach Spionage-Verdacht wieder frei
BR24: Deutscher auf Kreta wegen Fotos am Flughafen festgenommen

Der Artikel wurde inspiriert durch einen Artikel im ksta vom 13.06.2026 und mittels Zuhilfenahme von KI erstellt.

Wichtige Rufnummern für Unterwegs…

Im Falle eines Falles, nämlich der geklauten Brieftasche mit Kredit- und Girokarten, ist es hilfreich, sich ein paar Nummern (nicht nur Rufnummern) zu merken.

Zum Beispiel für die Sperrung der Girokarten und des Onlinebankings: 0221 23 93 23 93 (von Montag bis Samstag 7-22 Uhr), alternativ rund um die Uhr 116 116. Hier dann der Tipp der Nummer ohne Ruf davor: Die IBAN (lange neue und alte kürzere samt BLZ) und die Kartennummer der Girokarte griffbereit auf einem Zettel zu haben, samt der Rufnummern kann hilfreich sein…

Die verschwundene Kreditkarte zumindest die Masterkarte läßt sich hier sperren: 0721 120 966 001 (rund um die Uhr). Vermutlich lassen sich alle Kreditkarten auch über die o.a. 116 116 sperren.

Alle Angaben natürlich ohne jegliche Gewähr…

Übrigens, wer denkt, naja, kann ich ja schnell im Handy finden, was ist, wenn das auch weg ist? Oder einfach nur leer?!

Stichtag 19.06.2025 Thema Gasprüfung

Kühlschrank - Gas betriebenDas mit der Gasprüfung war ja ein leichtes Hin und Her in den letzten Jahren. Lange war sie TÜV-Relevant, dann wieder nicht, dann wieder doch – und nun sollte man sich den 19.06.2025 merken.

Denn bis zu diesem Stichtag müssen alle Wohnmobile, Wohnwagen und alle anderen Fahrzeuge, die eine Gasanlage an Bord haben (Heizung, Kühlschrank, Kocher), eine gültige Prüfung durchgemacht haben. Die Übergangsfrist von einem Jahr läuft dann nämlich ab.

Anscheinend drohen sogar Bußgelder und Campingplätze können das Fahrzeug abweisen.

Ich habe ja noch nie erlebt, daß ein Campingplatzwart das kontrolliert, aber man weiß ja nie.

Also, wer eine Prüfung braucht, sollte nicht zu lange warten, sonst könnte es im Juni eng werden, wenn alle gleichzeitig zur Prüfung wollen.

Quelle: ksta 8.02.2025

Neulich beim TÜV

Neulich beim TÜV: „Soll die Gasprüfung mitgemacht werden? Die ist ja nicht mehr Pflicht.“ – „Nö, ob alles dicht ist und funktioniert, wird selbst getestet“.

Nun lese ich gerade mit Erstaunen, daß die Gasprüfung nun wieder Pflicht ist. Wer sie nicht hat, muß das bis zum 19.06.2025 nachholen, wer danach keine hat und erwischt wird, zahlt ein Bußgeld in Höhe von mindestens 15 Euro – bis hin zu 60 Euro – je nach Fristüberziehung.

Geregelt ist das wohl in einem neuen Paragraphen in der StVZO mit dem schönen Namen „§ 60 Flüssiggasanlagen in Fahrzeugen“.

Es bleibt aber bei der Unabhängigkeit vom Fahrzeug-TÜV.

Quelle: promobil 8/2024

Warnung vor vermeintlichen Schäden während der Fahrt

Mal wieder eine Warnung vor der Masche, wenn plötzlich jemand hinter einem herfährt und zum anhalten auffordert.

Diesmal auf Sardinien, ein Schlag an der Beifahrertür und ein überholendes Fahrzeug, welches zum halten auf dem nächsten Parkplatz auffordert.

Der Betroffene ist aber weitergefahren und stellte später eine Delle samt Lackschaden fest. Vermutlich durch einen Steinwurf aus dem parkenden Auto heraus.

Quelle: promobil 7/2024

Brandgefährlich –

oder warum es keine gute Idee ist, zu lange (ununterbrochen) auf den Zündknopf für den Gasbetrieb am Kühlschrank zu drücken.

Aber der Reihe nach.

Es war mal wieder an der Zeit, das Wohnmobil aus dem DauerWinterschlaf zu holen. Dazu gehört natürlich auch, zu prüfen, ob die Gasanlage noch so funktioniert, wie man es erwartet.

Erstens Heizbetrieb. Da wohl kein Wasser in der Frischwasseranlage ist, nur mal kurz die Heizung anstellen. Jawohl, nach einer Fehlzündung macht die Heizung einen weiteren Startversuch, alles im grünen Bereich. Zumindest wird der Abluftkamin warm und ein laues Lüftchen kommt aus den Warmluftöffnungen.

Zweitens, Herd anstellen, Flamme auspusten, macht es irgendwann klick und ein wiederanzünden geht nicht mehr? Jawohl, auch das klappt.

Nun der Kühlschrank. Regler steht auf Mittelstellung und nun drücken zum Zünden. Erst mal passiert lange Zeit nix, dann erinnere ich mich: Das gab es schon mal, da mußte nur der Gasbrenner gereinigt werden. In der Werkstatt hatte ich damals zähes Zünden angegeben und beim Abholen zündete er dann gar nicht mehr. Also hat der Monteur schnell mal ein Röhrchen durchgepustet et volia, funktionierte wieder.

Dachte ich mir, kann ich auch kurz das Gehäuse entfernen und mal drüberschauen, viel Werkzeug war nicht dabei. Und so wirklich erinnerte ich mich auch nicht mehr, was der Monteur damals genau gemacht hat.

Wie auch immer, noch mal zünden und es geht irgendwann an und dann rausspringen und was sehe ich da, die Flamme kommt raus, wo normal die Luft reinkommt. Also fix wieder ausgeschaltet. Tatsächlich sind die Ummantelungen der Kabel leicht angegriffen und das offensichtlich nicht erst seit gerade. Vertagen wir das Projekt Kühlschrank erst mal.

Später startet dann eine Suche im Internet, die bei diesem Video landet: Click. Produziert hat es Camper Sascha, er scheint das beruflich zu machen, wenn ich das richtig interpretiere. Nicht das Filme machen, sondern Dinge reparieren.

Klingt alles gar nicht so schwierig und das Plastikteil, was bei meinem Kühlschrank einfach so rumliegt, erklärt sich in dem Video auch – und auch die Theorie, daß die Dinger schnell kaputtgehen. Es geht um den Verdunstungsbehälter.

Das Kondenswasser, das sich im Kühlschrank bildet, landet in diesem Behälter und da kann es dann mit Hilfe der warmen Leitungen verdunsten. Soweit die Theorie. Empfehlung des Videoproduzenten: Schlauch verlängern und in die Öffnung führen, die nach unten geht, damit austretendes Gas entweichen kann. Dumm nur, wenn man keine solche Öffnung findet. Also tut es erst mal ein Strohhalm, der an das Lüftungsgitter geht.

Der neue Verdunstungsbehälter ist bestellt, ich hoffe mal, es ist der richtige.

Nun habe ich alles, wie in dem Video gezeigt, durchgeführt, jede Menge Brösel kam aus dem Gasbrenner. Alles wieder zusammenbauen und tatsächlich, es funktioniert wieder. Noch die Dichtheitsprüfung, leider verloren, also noch was anziehen, die Gasleitung und nun ist alles dicht.

Da mir aber die Gasbrennerdüse durch die Luft geflogen ist, beim rausholen, hatte ich ein wenig Angst, wie groß die Gasflamme denn nun sein darf, wenn der Kühlschrank arbeitet.

Hier in diesem Video kann man die Größe der Flamme abschätzen: Click (Minute siebzehn etwa). Die Flamme ist dabei viel größer, als ich es erwartet hätte und paßt zu meiner, was mich doch sehr beruhigt.

Bleibt also jetzt noch der Kühlschranktemperaturtest:

Gegen 17 Uhr wurde der Gasbetrieb gestartet und mittels Funkthermometer die Temperatur gemessen. Wenige Stunden später beträgt die Temperatur im Gefrierteil -6 Grad, bei kleiner Reglerstellung. Die Temperatur am Käfig um den Brenner herum ist gut handwarm. Also scheint soweit alles gut zu sein.

Der Kühlschrank, um den es geht, ist übrigens ein RM 6401 L. RM steht für Refrigerator Mobile und die Endziffer 1 für automatische Zündung, das L steht für beleuchtet. Die 64 ist vielleicht die Größe in Litern.

Was ich noch nicht gemacht habe, ist, den Kamin zu reinigen. Das hebe ich mir mal für später auf.

Nachtrag 27.10.2022: Die Urlaubsfahrt ist mittlerweile zuende und der Kühlschrank hat das getan, was er sollte: Kühlen in einem durch.

Gasprüfung Tüv-relevant oder nicht

das war öfters mal die Frage.

Letzter Stand: Nix genaues weiß man nicht, mal ist die Gasprüfung beim TÜV relevant, mal nicht (–>TÜV ohne Gasprüfung).

Nun soll dieses Jahr noch eine neue Regelung her, seitens des Bundesministeriums für Digitales und Verker (was hat das eine mit dem anderen zu tun?). Die Gasprüfung soll dann unabhängig vom Tüv und Tüvterminen eigenständig behandelt werden.

Die TÜV-Koppelung wird scheinbar nun endgültig zum 1.04.2022 Schnee von gestern sein.

Allgemeine Empfehlung bis zur neuen Rechtsgrundlage, alle zwei Jahre ab zum zertifizierten Gassachkundigen.

Quelle: promobil 3/2022