Archiv für das Tag 'Reiserecht'

Wer in Italien als Fahrer mit dem Handy am Ohr erwischt wird, also ohne Freisprechanlage, der muß mit relativ saftigen Geldstrafen rechnen, bis zu 646 Euronen nämlich.

Das war schon länger so, neu ist ab Januar 2017 auch der mögliche Führerscheinentzug von bis zu 2 Monaten. Bei einem Unfall mit Handy am Ohr, kann das Handy auch eingezogen werden.

Wer seinen Führerschein abgeben muß, tut gut daran, einen Ersatzfahrer dabei zu haben, zumindest auf italienischem Staatsgebiet, in Deutschland darf er sich dann wieder selbst ans Steuer setzen, der Souveränität sei es gedankt.

Wie der Führerschein allerdings wieder in die Hand des Besitzers kommt, wurde er doch eingezogen, keine Ahnung.

Und ob das Tippen auf dem Handy ebenfalls verboten ist, oder nur das telefonieren, k.a.

Quelle: KSTA 21.12.2016

womo

Dashcams

Aktuell hat eine Diskussion stattgefunden zu den sogenannten Dashcams, Kameras, die irgendwo an der Autofront montiert sind und fröhlich alles filmen, was ihnen während der Fahrt so vor die Optik kommt.

In Deutschland darf das so entstandene Material wohl nicht bei einem Unfall verwendet werden (bin mir da aber nicht sicher), auf alle Fälle ist die Sache datenschutztechnisch bedenklich.

In Belgien, Luxemburg, Österreich und Portugal ist die Sache aber gleich ganz verboten: Nutzung nicht erlaubt! Ob sie aber montiert bleiben darf, die Kamera, müßte man noch herausfinden.

Quelle: test 5/2014

In der Schweiz gibt es wohl seit neuestem den „Rasertatbestand“. Will heißen, wer es übertreibt, landet im Gefängnis für bis zu vier Jahre und sein Fahrzeug ist er auch gleich los.

Raser ist man, wenn man auf der Autobahn wenigstens 80 km/h zu fix ist, außerorts sind es 60 km/h und innerorts 50 km/h, in Tempo-dreißig-Zonen 40 km/h.

Wer nach der Raserei noch aus dem Land kommt, hat erst mal Glück, aber bei der Wiedereinreise wird es dann eng.

Quelle: ADAC Motorwelt 9/2014

womo

Winterreifen

und Ganzjahresreifen in Italien.

Seit letztem Jahr gilt in Italien wohl eine spezielle Regelung in den Sommermonaten (15.05.-14.10.).

Wer sich nicht an die Regeln hält, darf bis zu 1682 Euro laut ADAC Freizeit mobil 9/2014 zahlen.

Mehr dazu in diversen Foren und auch beim ADAC.

Ich war in Italien mit meinen Agilis Reifen, ob das nun rechtens war oder nicht, keine Ahnung.

Wer kürzlich in Italien war, wird es wahrscheinlich schon wissen:

Wer auf Einkaufstour geht in Bella Italia, der darf Beträge über 999,99 nur noch mit Kreditkarte bezahlen. Bargeld wird dann nicht mehr akzeptiert. Allerdings gilt das nur für Europäer. Wer nicht zum elitären Kreis der EU zählt, darf bis zu 14.999,99 Euro auf den Tresen legen.

Das dient dann der Anti-Geldwäsche und Anti-Steuerhinterziehung, so sagt die Regierung. Ist also nicht gegen die Mafia gerichtet, aber beim ersten Lesen kam mir sofort der Gedanke.

Quelle: ADAC Motorwelt 7/2013

womo

Verkehrsregeln im Ausland

Teilweise drakonische Strafen, teilweise unvorhersehbare Regeln.

Der ADAC hat eine kurze Zusammenstellung geliefert (Motorwelt 06/2012) aus der hier wiederum eine unvollständige Zusammenfassung gibt.

Wer zum Beispiel in Italien mit mindestens 1.5 Promille erwischt wird, dem droht die Enteignung des Fahrzeugs, gilt für alles, was mindestens zwei Räder und einen Motor hat, also auch für 150.000 Euro teure –> Wohnmobile).

Wer ohne Helm fährt, dem droht eine Sicherungsverwahrung fürs Moped.

Und beim parken immer schön auf die Schilder für die Straßenreinigung achten. Da ist immer der Tag angegeben, an dem man rechtzeitig das Weite suchen sollte, sonst gibt es eine Knolle. Die Polizei fährt nämlich oft voraus.

Wer in Griechenland an einem Halteverbotsschild parkt, der sollte auf die senkrechten Linien achten. Eine bedeutet, das Halteverbot gilt an ungeraden Tagen, zwei Linien entsprechend an geraden Tagen.
Das Bußgeld ist innerhalb von zehn Tagen zu berappen, sonst gibts automatisch Verdopplung.

In Österreich hat man ein besonders gutes Augenmaß und somit kann das geschulte Auge per scharfem Blick feststellen, ob ein Fahrzeug bis 30 kmh zu schnell war. Und wer keine Rettungsgasse bei Staus bildet, bzw. dieselbe behindert, für den wird es richtig teuer, bis zu gut 2000 Euro kann das kosten.

In Spanien kann man dagegen Geld sparen, wer sein Bußgeld innerhalb einer Frist von 15 Tagen begleicht, der bekommt Rabatt, 50 Prozent sogar.

In Frankreich nur noch mit Alkoholtester. Ist aber nicht so teuer.

In der Schweiz wird gnadenlos geblitzt, zum Beispiel rund um Basel, aber auch andernorts, sich an die Geschwindigkeitsregeln zu halten, könnte sich auszahlen. Und das Navigationsgerät besser nur an erlaubten Stellen montieren –> Navigationsgerät an der Frontscheibe in der Schweiz

Holland, wer in Holland innerorts mit 20 Stundenkilometern zu schnell erwischt wird, der darf knapp 180 Euronen im Land lassen. Besonderheit: Holland macht Ernst in Sachen eintreiben in Deutschland. Erst gibt es zwei Mahnungen, dann kommt die Vollstreckung via deutsche Behörden (Bundesamt für Justiz). Einziger Trost, es gibt keine Punkte für das Vergehen im Nachbarland. (Quelle: ADAC Motorwelt 07/2012)

Verschiedene Kostensätze nach Ländern, telefonieren am Steuer mit dem Handy am Ohr

erweitert 29.06.2012, 09.07.2012

kann ganz schön teuer werden, wenn man erwischt wird und sich im richtigen Land befindet…

Wer in Deutschland mit dem Handy am Ohr ein Fahrzeug steuert, der darf 40 Euro berappen, wer dagegen in Spanien dasselbige Vergehen begeht, der wird mit nicht unter 200 Euro belohnt.

Knapp darunter mit 180 Euro ist man in Holland dabei, dicht gefolgt von Italien mit 150 Euro (laut ADAC Motorwelt 07/2012 kostet das in Holland 220 Euro, keine Ahnung, was nun stimmt).

In Frankreich wird es wieder variabel, nicht aber unter 135 Euro, ebenso in England mit mindestens 75 Euro, exakt welcher Betrag in der Schweiz fällig wird.

In Polen ist man ab 50 Euro dabei, Österreich genau 50 Euro und dann kommt endlich Deutschland, und noch billiger geht es in Bulgarien ab, 25 Euro nämlich.

Was für das Telefonieren gilt, die unterschiedlichen Regelsätze, gilt genauso auch für andere Vergehen, einiges dazu findet man ja auch hier, besser also gar nicht erst regelwidrig verhalten, billiger ist das.

Siehe auch Reiserecht.

Quelle: ksta 16.06.2012

Wer in der Schweiz unterwegs ist, der sollte genau darauf achten, wo sein Navigationsgerät (Navi) angebracht ist.

An der Frontscheibe und an den vorderen Seitenscheiben hat es grundsätzlich nichts verloren, allerhöchstens ganz oben oder ganz unten an der Frontscheibe wird das Navi schon mal geduldet. Ganz nach Gusto des kontrollierenden Kontrollorgans.

Unter den Spiegel jedenfalls gehört es ganz offensichtlich nicht.

Mehr zum Beispiel hier: TCS-Schweiz

Nachtrag 18.10.2013, der Link geht nicht mehr, hier ein neuer (direkt zu einem PDF, am Ende steht etwas dazu, suchen nach „mittig“) –>

Wer mit seinem Kind ins Ausland möchte, der braucht ab 26.06.2012 nicht mehr nur für sich selbst einen Ausweis, sondern auch für das Kind.

Ein Eintrag im Paß der Eltern reicht dann nicht mehr aus.

Also, fotographiert Eure Babys – natürlich biometrisch – und besorgt Euch Ausweise, sonst könnte das Blöd enden an der Grenze.

Bislang war es ausreichend, seine Kinder mit in den eigenen Reisepaß eintragen zu lassen, wenn es ins Reisepaßausland ging.

Ab Juni 2012 ist offenbar in EU-Länder ein Personalausweis auch für Babys nötig, in nicht-EU-Länder auch ein eigener Reisepaß. Wobei letzteres ja eher Sache des fremden Landes ist.

Es ist schon länger her, da wollte eine Gruppe von Bayern aus in die Tschechei einreisen für einen Tagesausflug, aber daraus wurde nichts, mangels Reisepaß für das mitreisende Kleinkind. Dumm gelaufen.

Wer nun einen Personalausweis für sein Kind beantragt, der bekommt dann wohl gleich den neuen Spionageausweis maschinenlesbaren Ausweis.

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