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Ein Foto kann die Freiheit kosten: Was passiert, wenn man Verbotszonen ignoriert? Teil 3

📱 OsmAnd: Die kostenlose Alternative für sichere Routen

Auch OsmAnd bietet eine solche Funktion (Fotografierverbotszonen anzeigen)! Da OsmAnd auf den offenen Daten von OpenStreetMap (OSM) basiert, sind dort viele militärische Einrichtungen und gesperrte Zonen als POI (Point of Interest) oder geschlossene Bereiche eingetragen.

1. Die Kategorie „Militär“ aktivieren

In OsmAnd gibt es einen spezifischen Layer für militärische Objekte:

  1. Öffnen Sie die App → Tippen Sie auf das Menü (drei Punkte oder Striche).
  2. Wählen Sie „Einstellungen“ → Gehen Sie zu „Karte anzeigen“ (oder „Anzeige-Einstellungen“).
  3. Dort finden Sie unter „POI Kategorien“ oder „Symbole“ die Option „Militär“ (manchmal auch als „Airbase“, „Barracks“ gelistet).
  4. Aktivieren Sie diese Schalter.

Ergebnis: Auf der Karte erscheinen nun Symbole für Kasernen, Flugplätze, Übungsgebiete oder Munitionsdepots.

2. Geschlossene Gebiete erkennen

Oft sind nicht nur die Gebäude, sondern ganze Zonen (z. B. um einen Flughafen oder ein Testgelände) als „Military Area“ markiert.

Was zeigt OsmAnd? Bedeutung
Orangefarbene/schwarze Streifen Route führt durch verbotenes Gebiet → Umplanung empfohlen!
Keine Routenführung Gebiet ist gesperrt → App schlägt Umleitung vor
Symbolik (Bauwerk, Flugzeug) Kaserne, Militärflugplatz oder Übungsgebiet

⚠️ Wichtig: OsmAnd kennt die lokalen Gesetze zum Fotografieren nicht automatisch. Wenn eine Zone auf der Karte als „Military Base“ markiert ist, gilt in den meisten Ländern automatisch ein absolutes Fotografierverbot. Das Symbol dient also als visuelle Warnung.

3. Custom POI-Dateien (Für Profis)

Wenn Sie noch spezifischere Warnungen wollen (z. B. „Verbotszone Fotografie“), können Sie in OsmAnd auch eigene POI-Dateien laden:

  • Es gibt Community-Projekte, die Listen von „No-Go-Areas“ für Drohnen und Fotografen erstellen (oft als .gpx oder .kml).
  • Diese können Sie in OsmAnd unter „Einstellungen“ → „Navigation“ → „GPX-Layer“ importieren.
  • Dann leuchtet die entsprechende Zone direkt auf Ihrer Karte auf.

Ein wichtiger Hinweis zur Genauigkeit

Da OpenStreetMap von Freiwilligen gepflegt wird:

  • Nicht alle verbotenen Zonen sind eingetragen! Besonders neu angelegte Sicherheitszonen oder temporäre Sperrungen (wie bei Demonstrationen) fehlen oft.
  • Keine Rechtsberatung: Das Vorhandensein eines Symbols ist ein sehr guter Indikator, aber das Fehlen eines Symbols bedeutet nicht, dass Sie fotografieren dürfen.
  • Schilder vor Ort sind immer die letzte Instanz!

Zusammenfassung: OsmAnd im Reisegepäck

Ausprobierenswerte Empfehlung:

Tipp: Nutzen Sie OsmAnd als kostenlose Offline-Alternative zu teuren Drohnen-Apps. Einfach die „Militär“-Layer aktivieren – und schon sehen Sie sofort, ob Sie sich einer Kaserne nähern. Das ist besonders auf dem Camping-Tablet im WLAN-freien Ausland Gold wert!

Navigations-App Mapfactor Navigator

Mal wieder eine neue Navigations-App.

Mapfactor Navigator gibt es in zwei Versionen, kostenpflichtig mit TomTom-Karten oder kostenlos mit Open-Street-Maps.

Ein erster Test mit der kostenlosen Version ist recht vielversprechend.

Nett zum Beispiel, die Möglichkeit verschiedene Profile anzulegen mit den jeweiligen individuellen Fahrzeugeigenschaften. Allerdings kann man das nur richtig nutzen in der kostenpflichtigen Version.

Osmand kann das besser, aber eben nur mit jeweils einem Fahrzeug-Profil (neben Fahrrad und Fußgänger). Dafür ist die Bedienung bei Mapfactor Navigator wesentlich einfacher.

Zu den Kosten, es gibt verschiedene Möglichkeiten und zum Test sind 70 Kilometer in der TomTom-Version kostenlos.

Navigieren mit dem Handy

Auf einer kürzlichen Fahrt ist mir an der Tankstelle mein Navi kaputtgegangen, aus heiterem Himmel. Es zeigte kein Bild mehr. Der Rechner ansonsten arbeitete aber wohl noch (s.u.). Es ist bereits in Reparatur bzw. auf dem Postweg zurück, wenn die Postboten nicht streiken würden 😉

Aber darum geht es nicht, es war kein großes Problem, weil ich die Strecke halbwegs kannte und glücklicherweise eine passende Landkarte griffbereit lag. Nett: Am Ziel angekommen, gab das Navi plötzlich von sich, daß die Route berechnet sei und ups. man am Ziel angekommen sei. Na sowas.

Auch wenn der Ausfall diesmal kein großes Problem war, irgendwo in der Pampa – der nächste Urlaub kommt bestimmt – so ein Ausfall, das wäre schon blöd.

Also hätte ich gerne eine Alternative in Form einer App fürs Android.

Einiges habe ich ausprobiert, aber so toll war das alles nicht. Letztlich habe ich nun OsmAnd drauf. Die Bedienung ist ziemlich gewöhnungsbedürftig und man kann eine Million Sachen einstellen. Aber immerhin, es funktioniert – im PKW zumindest. Ein Test im Womo steht erst bevor.

Aber darum geht es immer noch nicht.

Sondern vielmehr um das Handynutzungsverbot während der Fahrt.

Genau zu diesem Thema hat sich in der aktuellen Finanztest ein Anwalt und früherer Richter an einem Oberlandesgericht ausgelassen:
Handy in die Hand nehmen – verboten,
die Naviapp am Handy in der Halterung bedienen – erlaubt.
Alldieweil der betreffende Paragraph der Straßenverkehrsordnung ausdrücklich auf das Halten bzw. Aufnehmen des mobilen Telefons abzielt.

Generell ist der Sicherheit aber auf alle Fälle zuträglich, die Navi-App vor Fahrtantritt zu bedienen. Das ist wirklich fummelig, kann ich bestätigen.

Das echte Navi ist auf alle Fälle besser geeignet, meiner Meinung nach.

Quelle: 6/2015