Archiv des Monats: Oktober 2018

Auto ohne Haftpflicht

Bekanntlich muß ja jedes im Straßenverkehr verwendete Fahrzeug eine Haftpflichtversicherung haben, ähnlich wie eine Krankenversicherung beim Menschen.

Was aber, wenn man sein Auto auf seinem Grundstück abstellt, in der Absicht es nicht mehr zu verwenden, aus welchen Gründen auch immer?

Auch in diesem Falle empfiehlt sich eine Haftpflichtversicherung dringendst, wie ein Frau in Portugal schmerzlich erfahren mußte. Zumindest, wenn das Auto fahrbereit ist.

Der Fall: Das Auto stand herum – ohne Versicherung – da kam es dem Sohnemann in den Sinn, mit zwei Freunden eine Spritztour zu machen – ohne Wissen, geschweige denn Erlaubnis seitens der Mutter.

Alle drei sind nun tot aufgrund eines Verkehrsunfalls. Den Hinterbliebenen der Opfer zahlte der Portugiesische Staat eine relativ hohe Entschädigung, welche er sich von der Frau zurückholen darf, so der Europäische Gerichtshof. Sie sei ihrer Pflicht zum Abschluß einer Haftpflichtversicherung nicht nachgekommen.

Az.: C/80/17

Quelle: Finanztest 11/2018

Wer sein Wohnmobil abmeldet, z.B. über den Winter, der hat, soweit ich weiß, automatisch eine Ruheversicherung bei der Haftpflicht. Aber mit zeitlicher Begrenzung und außerdem Bedingungen wie abgeschlossenen Ausfahrt, etc, wenn ich mich recht erinnere. Man sollte sich also besser schlau machen, wenn man sein Fahrzeug längere Zeit einmottet.

Alternativ den Schlüssel ganz sicher verstecken und das Fahrzeug technisch so einrichten, daß es nicht mehr fahren kann. Damit sollte man dann auf der sicheren Seite sein, oder?

Geld abholen im EU-Ausland…

… und der geheimnisvolle Wechselkurs.

Ich glaube, wir hatten das schon mal. Wenn man im EU-Ausland Geld am Geldautomaten abholt, dann ist ein Euro eigentlich ein Euro, egal, ob in Deutschland oder in Österreich oder wie hier im speziellen Fall Italien.

Manchmal ist ein Euro aber nicht gleich ein Euro, weil der Wechselkurs einer Fremdwährung zugrunde gelegt wird. In diesem Fall das Britische Pfund, die haben ja bekanntlich keinen Euro. Könnte wahrscheinlich auch jede andere Währung sein, Hauptsache sie ist ungünstig für den Abheber und gut für die Bank bzw. den Automatenbetreiber.

Max Meier (* Name geändert) hat 400 Euro in Grosseto abgeholt, bei einem Geldautomaten der BNL (gehört zu BNP Paribas). Während des Vorgangs wurde laut Meier „ein Hinweis auf aktuelle ‚GBP Kurse'“ angezeigt, woraufhin dann brav 400 Euro ausgespuckt wurden.

Der anschließend ausgedruckte Beleg zeigt den Wechselkurs und die „Transaktionshöhe“ 374,81 GBP. Umgerechnet ergibt das dann eine Belastung in Höhe von 422 Euro, bei einer Auszahlung von 400 Euro. Wieviel die Abhebung dann gekostet hat, kann man leicht selbst erkennen…

Nach einigem erfolglosem Hin und Her hat sich Meier offenbar an Stiftung Warentest gewendet, mit deren Hilfe der Grund für diese hohe „Gebühr“ ermittelt wurde: Technisches Versagen, aha. Eine Erstattung wurde „in Aussicht“ gestellt.

Wem ähnliches widerfahren ist, kann sich an die Stiftung Warentest wenden: geldautomaten att stiftung strich warentest punkt de

Quelle Finanztest 11/2018

Magneti Marelli

Vor ein paar Jahren habe ich von einer defekten Autobatterie geschrieben, die auf den in meinen Augen recht lustigen Herstellernamen Magneti Marelli hörte.

Vor ein paar Jahren, das war dann genau vor etwa 3 1/2 jahren etwa. Nun weiß ich endlich, was dahinter steckt.

Nämlich zur Zeit noch eine Tochter(Zulieferer)firma von Fiat, von denen mein Dukato ist, das macht also Sinn. Eine Firma, die Fiat jetzt für gut 6 Milliarden Euro an einen japanischen Konkurrenten verkaufen möchte. Dadurch würde dann Calsonic Kansei, so heißen die Japaner, auf Platz sieben der Branchenhitliste aufsteigen, mit etwa 15 Milliarden Euro Jahresumsatz.

Ob der Verkauf Sinn macht? Keine Ahnung, jedenfalls wäre das der erste große Handel, den der Nachfolger des langjährigen Chefs, Sergio Marchionne, tätigen würde. Ob der sich wohl im Grabe rumdrehen würde?

Quelle: KSTA 23.10.2018