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Urteil zu abgebranntem Wohnwagen auf Dauerstellplatz

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Wenn ein Nachbar daran schuld ist, daß ein fahruntüchtiger Wohnwagen auf einem Dauerstellplatz abbrennt, den Schaden mangels Masse aber nicht ersetzen kann, dann springt die Privathaftpflicht des Geschädigten ein, sofern darin eine Forderungsausfalldeckung (–>) enthalten ist.

Urteil vom Landgericht Coburg, Az.: 22 0 133/18

Quelle: Finanztest 3/2020

Achtung, Rote Kennzeichen-Nutzer

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Das ist mal wieder ein Kandidat für: wie gelingt es Versicherungen, sich aus der Affäre zu ziehen…

Der Fall: Eine Frau hatte offenbar einen Brandschaden an ihrem Wohnanhänger (vermutlich ist da ein Wohnwagen gemeint), versichert war das Gespann (oder der Wohnwagen?) mit einer Roten Nummer.

Allerdings hat sie die Rote Nummer wohl nicht ordnungsgemäß am vorgesehenen Ort angebracht, sondern vermutlich wie oft üblich hinter die Windschutzscheibe (oder auch eine Plastikscheibe) gelegt.

Das wird dann der Grund gewesen sein, warum der Wohnanhänger in Brand geriet. Jedenfalls weigerte sich die Versicherung daraufhin, den Brandschaden zu bezahlen. Die Frau klagte und die Versicherung bekam Recht.

Eigentlich unglaublich, aber hier ist das Urteil:

Oberlandesgericht Koblenz AZ: 10 U 1258/10

Quelle: KSTA 18.01.2012

P.S. Genaueres geht aus dem Artikel nicht hervor. Mal ins Urteil sehen…

Hagelschaden und die Versicherungen

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Wenn ein Wohnwagen einen Hagelschaden erleidet und der Schaden nur aufgrund eines Gutachtens abgerechtet werden soll, dann steht es der Versicherung nicht zu, einen Abzug zu berechnen.

So hat das Landgericht Bremen entschieden. Im vorliegenden Fall sollten 50 Prozent zum Abzug kommen.

Az.: 6 O 1975/07

Quelle: Finanztest 7/2011