Schlösser, Burgen und magische Geschichten – Italien Piemont

Das Piemont ist als einstiger Sitz des königlichen Hauses der Savoy die Heimat zahlreicher Schlösser und Burgen. Auch andere aristokratische Familien hinterließen ihren Stempel in Form opulenter Bauten, die zwischen den pittoresken, schneebedeckten Bergen und Seenlandschaften der Region verstreut liegen.

Touristen können bei einem Besuch im Piemont ihr eigenes Märchen erleben. Das Castello di Verduno im gleichnamigen Örtchen bietet neben dem Castello Contessa Rosa in Serralunga Übernachtungsmöglichkeiten in den königlichen Gemächern. Dinieren im royalen Stil lässt es sich beispielsweise im Castello di Rivoli, Castello di Magno oder Castello dell´enoteca di Canale. Weltklasse Weine reicht man im Castello Barolo und im Castello di Grinzane Cavour, deren Anlagen sich im Verlauf der Jahre in international bekannte Weingüter verwandelt haben.

Königliches Flair weht durch die Hauptstadt der Region: Turin. Beginnen sollte man einen Rundgang mit dem Palazzo Reale: Ursprünglich zwischen 1659 und 1674 gebaut, wurde er im Lauf der Jahrhunderte mehrmals vergrößert und renoviert. Neben originalen Möbelstücken, Teppichen und anderen Dekorgegenständen, können Besucher eine große Auswahl kostbarer Bilder bewundern.

Empfehlenswert auf dem feudalen Rundgang ist außerdem das Il Valentino, das einst der königlichen Lady Christine von Frankreich gehörte. Auch der Palazzo Madama ist einen Besuch wert. Er wurde nach seiner berühmtesten Bewohnerin Madama Reale alias Christine von Frankreich benannt.  Der Palazzo Carignano war der Geburtsort von Königen und Sitz der Regierung unter Napoleon. Seit 1938 ist das Gebäude die Heimat wichtiger historischer Stücke, die den Bestand des hier untergebrachten Renaissance-Museums ausmachen. Das Gebäude selbst wurde wegen seiner Einzigartigkeit von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Weitere Schätze aus den Zeiten der Savoys befinden sich in der Turiner Umgebung. Dazu gehört unter anderem das Castello di Venaria, dessen Schönheit dem französischen Sonnengott Ludwig XIV. als Vorbild für sein einige Jahre später entstandenes Schloss von Versailles gedient haben soll. Außerdem beherbergt das Piemont das Castello di Rivoli, in dem sich heute das Museum für Moderne Kunst befindet, La Mandria, und die fürstlichen Jagdschlösser in Stupinigi und Moncalieri.

Kommentar: Italien ist mit dem Wohnmobil wirkoch gut zu bereisen, liegt das Land doch recht nah und ist über die Schweiz gut angebunden.

Buchungsmöglichkeiten: Wohnmobil mieten, Online Reiseshop

Quelle: Regione Piemonte / bearbeitet von pairola-media

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Touristen-(un)freundliches Land

Nach einer Umfrage im Auftrag der Organisation Discover America Partnership gaben über 2000 Reisende aus 16 Ländern den USA schlechte Noten und hieften die USA damit auf den Rang des touristen-unfreundlichsten Landes weltweit.

Als Grund wurden besonders unfreundliche Grenzbeamte und komplizierte Einreisevorschriften genannt.

Auf den Plätzen folgen abgeschlagen Länder im Nahen Osten und Asien.

Quelle: KSTA 22.11.06

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Kfz-Steuer für Wohnmobile

Die KFZ-Steuer für Wohnmobile soll sich zukünftig nach dem Schadstoffausstoß und der zuläßigen Gesamtgewicht richten.

Vier Schadstoffklassen sollen es wohl werden, S1 bis S4. Ein Wohnmobil mit 3,5 Tonnen zuläßigem Gesamtgewicht und Schadstoffklasse S4 wird bei 240 Euro pro Jahr liegen. Ein gleiches Wohnmobil ohne Schadstoffklassifizierung wird 480 Euro an Kraftfahrzeugsteuer kosten.

Quelle: KSTA v. 13.11.2006

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Sansibar Tütenlos

Sansibar macht Ernst in Sachen Umweltschutz und wird tütenlos. Import und Produktion von Plastiktüten ist ab sofort verboten, zum Schutze der Umwelt und der Touristen, die nicht in Tüten waten sollen müssen.

“Plastiktüten seien nicht nur häßlich, sondern fügten Lebewesen zu Land und im Wasser Schaden zu.”

Wie war, wie war!

Quelle: KSTA v. 7.11.06

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Licht am Tag

ist ab sofort für Autofahrer in Polen, Litauen und der Slowakei Pflicht.

Unterschiedlich ist nur die Dauer der Pflichtveranstaltung:

In Polen bis Ende Februar, in der Slowakei bis fünfzehnten März und in Litauen bis ersten April muß auch am Tag das Licht am Fahrzeug eingeschaltet sein.

Ohne Licht fahren wird mit einem Bußgeld geahndet.

Quelle: KSTA v. 7.10.2006

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Reisenews

Nachrichten aus der Welt des Reisens.

25.01.2010 Verkaufszahlen für Wohnmobile in 2009

21.01.2010 neue Umweltzonen in Deutschland

09.11.2009 Maut in Tschechien

09.11.2009 Umweltzone 2010 Stuttgart

02.09.2009 Bussgeldkatalog Österreich, Schluss mit Lustig

02.09.2009 Wohnmobilsteuer KFZ-Steuer, neues von der Klagefront

02.09.2009 Rückruf Matador Reifen

02.09.2009 Rückruf Hankook Reifen

12.07.2009 Österreich Radarkontrollen

17.06.2009 Umweltzonen 2010

29.05.2009 Camping Ötztal, Aktion Quality-Check im Juli 2009

22.05.2009 neue Regeln in der Slowakei, Tageslichtpflicht, Tempolimits

22.04.2009 günstiger Campingurlaub in Deutschland

22.04.2009 Wirtschaftskrise drückt auf die Verkaufszahlen

22.04.2009 neues von den Umweltzonen

02.03.2009 Wohnmobilsteuer KFZ-Steuer, neues von der Klagefront

17.02.2009 Osterspecial Campingplatz Fehmarn

16.02.2009 Automatische Reifendruckmessung, EU plant Verpflichtung zum Einsatz von Reifendruck-Mess-Systemen?

16.02.2009 und wieder neue Umweltzonen


Zu den Urlaubs-Nachrichten aus 2008

Zu den Urlaubs-Nachrichten aus 2007

Zu den Urlaubs-Nachrichten aus 2006

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Köln Rio ab Oktober 2006

Die Pro Sky Travel GmbH bietet ab Oktober 2006 die erste und schnellste Flugverbindung zwischen Deutschland und Rio de Janeiro an und das zu attraktiven Preisen: Im Direktflug reisen die Gäste zweimal wöchentlich mittwochs und sonntags vom Flughafen KölnBonn nach Rio de Janeiro, in die Traummetropole Südamerikas. Tickets sind bereits ab 538 € inkl. Steuern und Gebühren buchbar.

Damit bietet Köln ein weiteres Schnäppchen an. Die Urlauber wird es freuen, die Anwohner eher weniger. Aber allen kann man es ja sowieso nicht recht machen.

Weitere Informationen und Buchungsmöglichkeit: (Angebot nicht mehr vorhanden)

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Nordsee-Urlaub in Dänemark – Verschnaufpause vom Alltag

Für die meisten Menschen von heute ist der Alltag voller Hektik, und die Anforderungen am Arbeitsplatz steigen beständig. Das Risiko, gestresst und ausgebrannt zu werden, stellt allmählich die größte Gefahr für die Gesundheit dar. Es gibt jedoch ein erprobtes Gegenmittel: Man reißt inmitten der dunklen Jahreszeit einige Tage aus dem Kalender und gönnt sich einen Ferienhaus-Aufenthalt an der dänischen Nordseeküste. Man schaltet einen Gang zurück, genießt das Meer und den Wind, und geht auf Schatzsuche nach dem Gold Dänemarks – dem Bernstein.

Wenn die meisten Touristen nach Hause gereist sind, bietet die dänische Nordseeküste von der Grenze bis nach Skagen eine Atempause vom aufgedrehten Tempo des hektischen Alltags. Es ist in erster Linie das enorme Meer, das entspannend wirkt. Ein langer Strandspaziergang im Gegenwind läßt die Probleme des Alltages gleich viel überschaubarer erscheinen, angesichts des mächtigen Rauschens einer unendlichen See. Die Wolken fliegen über den Himmel, und die Sonne steht so niedrig, dass man blinzeln muss.

Nach einem frischen Spaziergang am Wasser oder im Windschutz der Dünen ist es ein himmlischer Leckerbissen, ins Ferienhaus zurückzukehren, das manchmal nur einen Steinwurf vom Strand entfernt ist. Die dänischen Ferienhäuser sind eine einzigartige Urlaubsform: Sie liegen fast immer am Meer – und sie gehören privaten dänische Familien, die ihre Häuser für die Vermietung an Touristen zur Verfügung stellen.
Das heisst, dass man zu Gast bei Herrn Hansen oder Frau Pedersen ist, dass sie einen in ihre eigenen vier Wände einladen. Nicht zwei Häuser sind gleich, und jedes Haus ist vom Geschmack und den Interessen des Eigentümers geprägt. Doch sind alle Bequemlichkeiten vorhanden, die benötigt werden – gerade in der kalten und windigen Jahreszeit. Zur Ausstattung gehören: eine moderne Küche, Geschirrspüler und Waschmaschine, Satelliten-TV und Stereoanlage – und ganz oft zusätzlich noch Kaminofen, Whirlpool, Sauna und Schwimmbad.

Die Ferienhäuser sind was sie sind: ein Ort, an dem man entspannt Ferien machen kann. Ein Ferienhausurlaub ist daher auch gleichbedeutend mit Gemütlichkeit, der Wiederaufnahme der schönen alten gemeinsamen Unternehmungen wie Karten spielen, Kochen oder Krimi lesen, während das Feuer lebhaft im Kamin knistert, und der warme Kakao auf dem Tisch vor sich hin dampft.

Viele verbinden außerdem einen Urlaub an der Jütländischen Westküste mit der Jagd nach ”den Tränen der Götter” oder ”Dänemarks Gold”. Lieben Kindern gibt man viele Namen, und es ist ein ganz besonderes Erlebnis, mit Gummistiefeln in die Brandung zu gehen und danach zu suchen. Natürlich ist die Rede vom Bernstein. In Wirklichkeit ist es 30-50 Millionen Jahre altes Harz von der Bernsteinkiefer.

Es braucht Erfahrung, Geduld und auch eine gute Portion Glück, um einen Bersteinklumpen zu finden. Doch am besten ist es gerade an der jütländischen Westküste, wenn der Wind einige Tage aus West oder Südwest geweht hat, und das Wasser danach ruhig wird. Der meiste Bernstein treibt mit Seepflanzen und Tang an Land.

Vielleicht ist Bernstein der älteste Edelstein der Welt. Wir wissen, dass bereits in der älteren Steinzeit die alten Nordbewohner den Bernstein wertschätzten und damit in Tauschgeschäften mit Händlern aus Italien und Griechenland bezahlten. Im Rom der Kaiserzeit war Bernstein hoch modern und wurde nicht nur für Schmuck eingesetzt, sondern auch für Becher und andere praktische Zwecke. Die Römer wussten auch, dass, wenn Bernstein angezündet wird, es einen aromatischen Duft ausscheidet, und daher als Weihrauch verwendet werden konnte. Das Meisterwerk aller Meisterwerke aber war das heute verschwundene Bernsteinzimmer in Sankt Petersburg.
Sollte man das Glück haben, einen Bernstein zu finden, ist es eigentlich ganz einfach, ihn von einem normalen Stein zu unterscheiden. Bernstein ist leicht und wiegt nur ein Drittel vom Gewicht eines normalen Steines. Bernstein hat einen hohlen Klang; wenn man ihn vorsichtig gegen die Zähne klopft, klingt es hohl. Mit einem Stein kann man im Bernstein kratzen, so dass sich kleine Splitter lösen. Schließlich brennt Bernstein mit einer roten, rußigen Flamme. Im übrigen wird Bernstein elektrisch, wenn man ihn reibt – und das Wort stammt tatsächlich aus dem griechischen Wort für Bernstein ”Elektron”.

Quelle: VisitDenmark (Jørgen Hansen) / bearbeitet von pairola-media

Weiterführender Link: Ferienhaus Urlaub Nordsee – Nach eigenen Angaben Dänemarks größter Zusammenschluss von eigenständigen Ferienhaus-Vermittlungsbüros.

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Herbst in Wales – Gärten die bezaubern

Der Sommer war traumhaft wie schon lange nicht mehr und auch die Britischen Inseln sind mit Sonne verwöhnt worden. So konnte auch Wales Temperaturen von über dreißig Grad genießen. Die richtigen Temperaturen, um in den Gärten die Pflanzen und Bäume ihre ganze Blüte entfalten zu lassen. Großbritannien ist zweifelsohne das Land der tausend Gärten, doch dass es ein paar Juwelen auch in Wales gibt, ist bei Besuchern weniger bekannt. Traumhafte Gärten in formalem Stil, italienische Verspieltheit, exotische Pflanzen und Bäume, schattige Laubengänge, duftende Blumen – ein Fest für die Sinne. Die Gartenanlagen sind aber mehr als reine Stätten der Erholung und Erbauung, hier können Besucher alles über die Erhaltung der Artenvielfalt sowie eine nachhaltige Nutzung lernen. In den Gartenshops erhält man fachkundige Beratung, so dass die Züchtung im heimischen Garten oder auf dem Balkon noch lange die Freude an dem Gartenbesuch konserviert.

Die Schönheit der Natur ist überall in Wales in Hülle und Fülle anzutreffen, von den Meeresklippen in Pembrokeshire im Südwesten über die Seen- und Moorlandschaften im Landesinneren bis zu dem von Hügeln und Bergen durchzogenen Naturschutzpark Snowdonia im Norden. In Wales befinden sich drei der britischen Nationalparks. Es gibt nicht weniger als fünf Gebiete, die sich mit dem Attribut „Naturlandschaften aussergewöhnlicher Schönheit“ schmücken dürfen, sowie zahlreiche Naturschutzgebiete – und natürlich wunderschöne Gärten. Um diese Schönheit zu bewahren, hat es sich der „Welsh Historic Garden Trust“ zur Aufgabe gemacht, zehn Gärten in ganz Wales zu betreuen, die unter dem Namen Premier Gardens of Wales bekannt sind.

Auf einem Areal von rund 3,6 Quadratkilometern befinden sich sechs verschiedene Gartenanlagen, darunter drei ummauerte Gärten. In der Mitte der Anlage stehen ein einmaliges und komplett restauriertes Kloster aus der Zeit Elisabeths I. sowie eine Verteidigungsmauer, von der aus man einen wunderschönen Blick auf die Gärten hat, in denen eine umfang- und variantenreiche Pflanzenwelt zu finden ist.

Einen Kontrast dazu bildet das Bilderbuchdorf Portmeirion, das der Architekt Clough Williams-Ellis im italienischen Stil auf seiner eigenen Halbinsel in Nordwales erbaut hat. Zusätzlich zu den architektonischen Sehenswürdigkeiten können Besucher hier auch subtropische viktorianische Lustgärten und Wälder auf einer Fläche von 28 Hektar erforschen, die einen wundervollen Ausblick auf das Meer und eine reichhaltige Flora bieten. Die Gärten wurden übrigens im Jahre 1999 auf der Chelsea Flower Show mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Eine komplette Restaurierung nach dem Vorbild aus dem Jahre 1906 hat die Gartenanlage von Dyffryn erfahren, die nun wieder in ihrer ursprünglichen edwardianischen Pracht erstrahlt. Im Vale of Glamorgan, unweit von Cardiff gelegen, besticht der Garten mit seinen unterschiedlichen Gartenanlagen, den farbenprächtigen Blumenrabatten oder dem artenreichen Arboretum. Das ganze Jahr über finden Veranstaltungen wie Lichtershows, Aufführungen oder fachkundige Führungen statt.

In Nordwales wartet ein ganz besonderer Garten auf seine Besucher: Die Gartenanlage in Bodnant gehört dem National Trust und thront in südwestlicher Lage über dem Fluss Conwy auf stufig angelegtem Terrain. Von dort aus hat man einen spektakulären Blick über das Tal auf die imposante Bergkette von Snowdonia. Dieser Garten wird als einer der feinsten weltweit gepriesen. Seine enorme Pflanzenvielfalt, darunter bekannte, aber auch seltene Pflanzen, bieten zu jeder Jahreszeit ein unglaubliches Meer an Farben, Formen und Düften. Zudem vermitteln die in italienischem Stil gehaltenen Terrassenanlagen ein südländisches Flair. Im Frühjahr erblüht dieser eindrucksvolle Garten in einer Pracht von Rhododendren, Kamelien und Magnolien. Im Sommer schlendern die Gartenliebhaber durch die Terrassengärten mit ihren Staudenrabatten, Rosen, Wasserlilien, Klematis und vielen aussergewöhnlichen Mauersträuchern und Kletterpflanzen, die sich ihnen zu dieser Zeit besonders farbenfroh präsentieren. Lederhölzer und Hortensien sind besonders beeindruckend während der Monate August und September. Im Oktober bieten dann Herbstlaub, mit Beeren behangene Büsche und Sträucher ein überwältigendes Farbenspiel.

Vor der sensationellen Kulisse von Snowdonia gelegen, bieten Penrhyn Castle und seine Gartenanlage einen grossartigen Ausblick über die Menai Strait – die Meerenge zwischen Anglesey und dem walisischen Festland. Der Garten erstreckt sich über ein Areal von 16 Hektar und besitzt viele verschiedene Landschaftsbilder, darunter offene Parklandschaften, einen regelmässig angelegten Garten, ja sogar ein halbtropisches Gebiet, in dem ein neuer Turm errichtet wurde, von dem aus der Besucher selbst bei schlechtem Wetter eine grandiose Aussicht hat. Besonders im Sommer und Frühherbst finden in Penrhyn zahlreiche Veranstaltungen statt, in denen der Gartenbau im Vordergrund steht.

In den weltberühmten Gärten von Powis Castle vergisst man schon mal die Zeit, wenn man durch die Anlagen schweift. Angefangen von den formalen Terrassengärten mit den riesigen überhängenden und gestutzten Eiben, über ummauerte Küchengärten und Sträuchergärten bis hin zu einer viktorianischen Orangerie warten überall seltene und interessante Pflanzen darauf, entdeckt zu werden. Und natürlich werden in Powis Castle immer wieder besondere und sehenswerte Veranstaltungen angeboten. Bei der „Spring Plant Fair“, die jedes Jahr im Mai stattfindet, haben Gartenliebhaber die Möglichkeit, besondere und aussergewöhnliche Pflanzenvarianten zu kaufen. Im Juni und Juli können Besucher den Gärtnern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und einen stimmungsvollen Rundgang in den Anlagen unternehmen. Ausserdem finden im Freilichttheater des Powis Castle den Sommer über zahlreiche Theater- und Musikveranstaltungen statt. Wertvolle Schätze aus Indien und dem ostasiatischen Raum können Besucher in Powis Castle selbst, einem mächtigen Schloss aus dem Mittelalter, bewundern.
Erddig im Nordosten von Wales ist eine weitere sehenswerte Anlage. Dieser aussergewöhnliche Familiensitz hat das rege Treiben einer Haushaltsgemeinschaft im 18. und 19. Jahrhundert eingefangen. Im Untergeschoss befindet sich eine faszinierende Sammlung von Porträts, Fotografien und literarischen Aufzeichnungen von Leuten, die auf diesem Anwesen gearbeitet haben. Diese Sammlung ist ein Beweis für den hohen Respekt, den die Familie Yorke ihren Bediensteten entgegenbrachte. Die Räume im Obergeschoss beinhalten eine Originalsammlung mit Möbelstücken aus dem 18. Jahrhundert. Da die Familie weder seltene und schöne noch belanglose und gewöhnliche Gegenstände wegwarf, sind diese Räume mit Schätzen jeglicher Art überhäuft. Ein Rundgang durch die Anlage beginnt an den Nebengebäuden des Landguts, in denen Tischler und Schmiede ihrer Arbeit nachgingen. Er führt weiter durch den Hof an der Sägemühle und der Remise vorbei, bis zu den Stallungen. Danach geht es weiter zum Waschhaus, zu der Backstube und der Küche. Erddigs ummauerter Garten ist in Grossbritannien einer der bedeutendsten noch bestehenden Gärten aus dem 18. Jahrhundert. In ihm befinden sich seltene Obstbäume, ein Kanal, ein Teich sowie die nationale Efeusammlung.

Plas Newydd, der Stammsitz des Marquis von Anglesey, liegt am Ufer der Menai Strait auf Anglesey. Dieses von James Wyatt erbaute elegante Anwesen aus dem 18. Jahrhundert bietet einen atemberaubenden Ausblick auf die wunderschönen Berge von Snowdonia. Hier können Besucher den zauberhaften Frühlingsgarten, ein australisches Arboretum mit Unterholz aus Sträuchern und Wildblumen und eine Sommerterrasse bewundern. Im Herbst besticht die Gartenanlage mit ihren farbenprächtigen Hortensien. Macht man sich auf einen Spaziergang durch den Wald, gelangt man direkt an die Meerenge von Menai. Liebhaber von Rhododendren sollten die Anlage zwischen April und Anfang Juni besuchen, wenn der zwei Hektar grosse Rhododendron-Garten für Besucher geöffnet ist. Bei einem Besuch des Anwesens sollte man noch einen Rundgang durch die Gebäude machen, in dem Gemälde des berühmten Illusionsmalers Rex Whistler ausgestellt sind.

Quelle: VisitBritain (Brigitte Ringelmann) / bearbeitet von pairola-media

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Debrecen – die Perle der ungarischen Tiefebene

Ungarns zweitgrößte Stadt, Debrecen, im Osten des Landes nahe der rumänischen Grenze gelegen, ist noch immer ein Geheimtipp inmitten einer der schönsten Landschaften des Landes. Die Hortobágy-Puszta liegt unmittelbar vor der Haustür und zählt als letzte zusammenhängende Steppenlandschaft Europas zum Welterbe der UNESCO.

Debrecen galt schon im 16. Jahrhundert als Zentrum der geistigen Elite Ungarns mit 14 Zünften, 50 Gewerben sowie einer Universität, deren Studenten durch ganz Europa wanderten. Kaum verwunderlich, dass zahlreiche Veränderungen im Land der Magyaren hier ihren Ausgang nahmen. So war Debrecen die Hochburg der Reformierten Kirche und trug den Namen “Rom der Calvinisten”. Auch die Revolution von 1849 nahm hier ihren Ausgang, als Lajos Kossuth am 14. April in der Großen Kirche die Deklaration zur Unabhängigkeit Ungarns von der Habsburger Monarchie verlas. Der Aufstand gegen das kommunistische Regime 1956 wurde ebenfalls durch Debrecener Intellektuelle ausgelöst.

An die bewegte Vergangenheit erinnert heute eine Vielzahl von bedeutenden Bauwerken in der ganzen Stadt. Allen voran die Große Kirche, eine reformierte Kirche mit interessantem Grundriss und vertikal gegliederter Fassade. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Reformierte Kollegium, bis heute Hochschule, aber auch Museum der Calvinistischen Bewegung. Die Bibliothek mit seltenen Schriften ist ein Prunkstück, das Schulmuseum ein echtes Kleinod. Im nahen Déri-Museum besticht vor allem der Munkácsy-Saal mit der monumentalen Jesus-Trilogie des weltberühmten Künstlers. Sehenswert als Gegenpol zur Reformierten Großkirche ist die barocke Kathedrale St. Anna in der gleichnamigen Straße, die eine wichtige Rolle in der Stadtgeschichte schrieb: Der Landtag knüpfte nämlich 1715 den Erhalt des Titels “Freistadt Debrecen” an den Bau einer katholischen Kirche im fast rein reformierten Debrecen.

Die Lebensader des modernen Debrecen ist die Piacutca, eine gerade Allee, gesäumt mit Bauten aus Klassizismus und Jugendstil, die anlässlich des Blumenkarnevals im August, einem der weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus bekannten Feste der Stadt, zur Bühne für den farbenprächtigen Korso wird. Das Herz der heute durch drei Universitäten und zahlreiche Hochschulen jungen und lebendigen Blumenstadt in der Tiefebene jedoch ist der Große Wald, ein mitten in der Stadt gelegenes Erholungs- und Freizeitareal mit Ruderteich, Tierpark und Vergnügungspark. Hier in der grünen Lunge Debrecens liegt auch sein größter Reichtum: die Thermalquellen sowie das Bade- und Heilzentrum. Debrecen ist eine der bedeutendsten Kurstädte Ungarns, sein Badekomplex umfasst fünf Thermal- und sieben Schwimmbecken, darunter ein Sportbecken mit olympischen Ausmaßen. Als jüngste Attraktion wartet das “Aquaticum” Erlebniscenter, überdacht mit einer 66 Meter hohen Glaskuppel, auf, ein tropisches Badeparadies mit echten Palmen und unzähligen Attraktionen.

Quelle: Ungarisches Tourismusamt / pairola-media

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